Selenskyj, Gerechter

Selenskyj: Gerechter Friede kommt erst nach Putin

29.05.2025 - 05:54:00

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj fordert mehr internationalen Druck auf Russland fĂŒr ein Ende des Angriffskriegs gegen sein Land.

Er sehe bei Kremlchef Wladimir Putin noch keine Bereitschaft dazu, sagte Selenskyj im GesprÀch mit "RTL Direkt". "Wir haben nicht genug Druck."

FĂŒhrende MĂ€chte setzten sich nicht genug ein. "Die USA sind dabei, aber nicht zu 100 Prozent. Andere Staaten wie China oder andere Staaten des Globalen SĂŒdens halten sich zurĂŒck", sagte Selenskyj bei seinem Besuch in Berlin.

Selenskyj: Waffenruhe kann sofort beginnen

Putin klebe an seinem Sessel, sagte der PrÀsident. "Wir werden einen gerechten Frieden haben, aber wahrscheinlich erst nach Putin." Selenskyj (47) deutet den Krieg hÀufig als Generationenkonflikt, den der alternde Putin (72) heraufbeschworen habe.

Eine Zwischenlösung sei aber sofort möglich: "Der Frieden aber, der zuerst mit einer Waffenruhe beginnt und dann mit weiteren Schritten fĂŒr dauerhaften Frieden, der kann morgen beginnen."

FĂŒr Deutschland sah der Ukrainer eine wichtige Rolle bei den BemĂŒhungen um Frieden. "Ich möchte, dass Deutschland einer der fĂŒhrenden Staaten ist, die am Verhandlungstisch sitzen, sowohl in der Diplomatie und als auch beim Wiederaufbau", sagte Selenskyj. Er betonte sein gutes Einvernehmen mit dem neuen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion.

@ dpa.de