Selenskyj beklagt Angriffswelle nach US-GesprÀch mit Putin
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 10:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Seit dem Abend haben die russischen "Humanisten" drei Wellen ballistischer Angriffe auf Kiew abgefeuert", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er sprach von einem demonstrativen Schlag Moskaus nach den Verhandlungen vom Vortag.
US-UnterhĂ€ndler Steve Witkoff hatte in St. Petersburg Kremlchef Wladimir Putin zu GesprĂ€chen ĂŒber den russischen Angriffskrieg getroffen. Er nannte Putin, den Selenskyj als Terroristen bezeichnet, einen "Humanisten". Nach dem Treffen Putins mit Witkoff stellte der Kreml neue Dreier-Verhandlungen mit Vertretern Moskaus, Kiews und Washingtons fĂŒr Mitte November in Aussicht.
Selenskyj: Treffer, SchÀden und Opfer im Land
Nach Darstellung Selenskyjs setzte Russland 21 Raketen ein - vor allem auf Kiew. "Leider gab es in der Stadt zahlreiche Treffer und SchĂ€den: WohnhĂ€user, die Energieversorgung, die Infrastruktur eines Bahnhofs und der Metro, Einkaufszentren sowie Unternehmen", sagte Selenskyj. Insgesamt seien zwölf Regionen im Land in der Nacht Ziel russischer Angriffe gewesen. 34 Menschen seien verletzt worden, darunter fĂŒnf Kinder. Es gebe zwei Tote.
Der Angriff zeige, dass Russland seine Haltung nicht Ă€ndere. "Doch wenn russische Raketen die Antwort auf Verhandlungen sind, muss echter Druck auf Russland ausgeĂŒbt werden", sagte Selenskyj. Es brauche eine VerstĂ€rkung der ukrainischen Flugabwehr und "die rasche Lieferung von Raketen, die FĂ€higkeit, Abschussrampen fĂŒr ballistische Raketen zu zerstören, Sanktionen wegen des Krieges". Die Ukraine verdiene UnterstĂŒtzung, der Aggressor eine angemessene Behandlung, betonte er.
Russland setzt Kiew weiter unter Druck
Russland setzt die Ukraine vor den möglichen Verhandlungen im November weiter unter Druck. Das russische Verteidigungsministerium griff nach eigenen Angaben ukrainische RĂŒstungsbetriebe an, die an der Herstellung und Lagerung von Marschflugkörpern sowie Drohnen beteiligt seien. Getroffen worden seien auch Verkehrsinfrastruktur in Kiew und Hafenanlagen im Gebiet Odessa sowie Frachtschiffe, die angeblich MilitĂ€rgĂŒter transportiert haben sollen. Die Angaben sind von unabhĂ€ngiger Seite nicht ĂŒberprĂŒfbar.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher militÀrischer und finanzieller Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.
