Kiew bietet Verzicht auf SchlÀge gegen Zivilobjekte an
21.04.2025 - 22:20:47Die Ukraine halte ihr Angebot aufrecht, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. "Und wir erwarten eine klare Antwort aus Moskau." Zuletzt hatte Kremlchef Wladimir Putin eine Einigung dazu nicht ausgeschlossen, aber Vorbehalte geltend gemacht, die es zu klÀren gelte - womöglich auch in bilateralen GesprÀchen zwischen Kiew und Moskau.
Nach Angaben Selenskyjs hat die Osterwaffenruhe gezeigt, dass es prinzipiell möglich ist, die Kampfhandlungen in dem vor mehr als drei Jahren von Putin begonnenen Krieg in der Ukraine zu beenden. Denn in der Zeit habe es keinen Luftalarm und an einigen Frontabschnitten auch keine Gefechte gegeben. "Dazu muss aus Moskau selbst der reale Befehl an die russische Armee ergehen, das Feuer einzustellen - und wenn es solch einen strengen Befehl nicht gibt, dann gibt es auch keine Waffenruhe", sagte der ukrainische Staatschef.
Putin hatte ĂŒberraschend ĂŒber das Osterfest eine kurze Waffenruhe angeordnet. Auch wenn beide Seiten sich VerstöĂe dagegen vorwerfen, haben sowohl Kiew als auch Moskau eingerĂ€umt, dass die Feuerpause im Allgemeinen eingehalten wurde.
Die Ukraine und Russland konkurrieren auf diplomatischem Parkett auch um das Wohlwollen von US-PrĂ€sident Donald Trump. Dieser hatte zuletzt eine schnelle Einigung gefordert. FĂŒr Putin geht es darum, so weit Entgegenkommen zu demonstrieren, dass Trump der Ukraine weitere Hilfe versagt. Selenskyj wiederum zeigt seine Kompromissbereitschaft auch, um diese UnterstĂŒtzung nicht zu verlieren.

