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Selenskyj kommt zu Videoschalten nach Berlin

13.08.2025 - 09:04:31

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj will heute in Berlin persönlich an den Videoschalten zum Alaska-Gipfel ĂŒber die Zukunft seines Landes teilnehmen.

Er werde am Mittag in der Hauptstadt erwartet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Zuvor hatten die "Bild" und die ARD berichtet.

Initiiert wurden die Schalten mit europÀischen Staats- und Regierungschefs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Ziel ist es, eine gemeinsame Linie mit US-PrÀsident Donald Trump zu finden, bevor dieser am Freitag im US-Bundesstaat Alaska Kremlchef Wladimir Putin trifft.

Merz will enge europĂ€ische VerbĂŒndete der Ukraine zunĂ€chst um 14.00 Uhr im Lagezentrum des Kanzleramts zu einer Vorbesprechung der Folgeberatungen mit Trump zusammenschalten. Teilnehmen sollen die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Finnland, EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen, EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa, Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte sowie Selenskyj.

Schalte mit Trump und Vance

Bei der von 15.00 Uhr an geplanten Videoschalte mit Trump soll auch dessen VizeprĂ€sident JD Vance dabei sein. Im Anschluss will der Bundeskanzler die Ergebnisse in der sogenannten Koalition der Willigen unter FederfĂŒhrung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien nachbesprechen. Merz plant, die Öffentlichkeit nach der Schalte mit Trump in einer Pressekonferenz zu informieren.

Die EuropĂ€er und Selenskyj befĂŒrchten, dass sich Trump und Putin in Alaska auf Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland verstĂ€ndigen könnten, die Kiew strikt ablehnt. Sie dĂŒrften von Trump eine Zusage erreichen wollen, dass er mit Putin keinen Deal ĂŒber die Köpfe der Ukrainer und der EuropĂ€er hinweg macht.

Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte erklĂ€rt, bei den GesprĂ€chen solle es um weitere Handlungsoptionen gehen, um Druck auf Moskau zu erzeugen. Zudem solle ĂŒber die Vorbereitung möglicher Friedensverhandlungen und damit verbundene Fragen zu GebietsansprĂŒchen und Sicherheiten gesprochen werden. Der britische Premierminister Keir Starmer forderte erneut Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine.

@ dpa.de