Selenskyj, Moskau

Selenskyj wirft Moskau weitere TĂ€uschung des Westens vor

27.04.2025 - 21:51:51

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland weiterhin TÀuschungsmanöver im Tauziehen um ein mögliches Kriegsende auf Grundlage amerikanischer Vermittlung vor.

"Die Russen reden viel ĂŒber ihre angebliche Bereitschaft, amerikanische VorschlĂ€ge zu akzeptieren, aber bisher sind keine Vorbereitungen der russischen Armee fĂŒr ein wirkliches Schweigen (der Waffen) zu verzeichnen", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Im Gegenteil habe Russland seit Ostern sogar seine Angriffe wieder aufgenommen.

"Und jeder Tag solcher KĂ€mpfe an der Frontlinie beweist, dass Russland wirklich versucht, die Welt zu tĂ€uschen, die USA und andere zu hintergehen, und diesen Krieg weiter zu verlĂ€ngern", fĂŒgte der ukrainische Staatschef hinzu. Seit den ersten SondierungsgesprĂ€chen fĂŒr einen möglichen Frieden am 11. MĂ€rz in Dschidda habe Russland knapp 8.500 Flugzeugbomben, 200 Raketen aller Art und ĂŒber 3.000 Kamikaze-Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. "Das muss aufhören, Russland muss diese Angriffe einstellen - bedingungslos."

Selenskyj bekrÀftigte in diesem Zusammenhang seine Forderung, Russland weiter unter Druck zu setzen. Nur mit internationalem Druck könnten die Russen dazu gebracht werden, alle notwendigen Schritte zu ergreifen, um den Krieg zu beenden. Hier seien vor allem die USA gefragt.

Am Rande der Trauerfeiern fĂŒr Papst Franziskus in Rom war Selenskyj mit US-PrĂ€sident Donald Trump, dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Georgia Meloni und EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen zu EinzelgesprĂ€chen zusammengekommen. Danach betonte er, dass die Ukraine zu einem bedingungslosen Waffenstillstand bereit sei. Nun sei Russland aufgefordert, dem zuzustimmen. Aus Moskau verlautete zuletzt lediglich, dass Russland zu Verhandlungen mit Kiew ohne Vorbedingungen bereit sei.

@ dpa.de