Orban verhindert bei Gipfel Einigung auf Finanzhilfen fĂŒr Ukraine
15.12.2023 - 06:15:05 | dpa.deEs sei nun geplant, dass sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten im Januar erneut mit dem Thema beschĂ€ftigten, bestĂ€tigten mehrere Diplomaten in der Nacht zum Freitag der Deutschen Presse-Agentur. EU-RatsprĂ€sident Charles Michel sagte: "Wir werden Anfang nĂ€chsten Jahres auf dieses Thema zurĂŒckkommen und versuchen, Einstimmigkeit zu erzielen."
Eigentlich hatte bei dem Gipfel beschlossen werden sollen, fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Ukraine in den kommenden Jahren insgesamt 50 Milliarden Euro einzuplanen. 17 Milliarden Euro davon sollen als ZuschĂŒsse flieĂen und 33 Milliarden Euro als Kredite. Zudem ist auch geplant, andere Bereiche des langfristigen EU-Haushalts von 2021-2027 anzupassen. Auf Wunsch von LĂ€ndern wie Italien soll es so auch zusĂ€tzliches Geld fĂŒr die WettbewerbsfĂ€higkeit der Industrie und Migrationspolitik geben. Auch diese PlĂ€ne sind allerdings vorerst von dem Veto Ungarns betroffen.
Orban hatte VorschlĂ€ge der EU-Kommission fĂŒr die Ăberarbeitung des langfristigen Haushalts bereits vor dem Gipfel als "unbegrĂŒndet, unausgewogen und unrealistisch" kritisiert. Bis zuletzt hatten die anderen Staats- und Regierungschefs jedoch gehofft, ihn mit Kompromissangeboten doch noch zu einer Zustimmung bewegen zu können.
Der Gipfel hatte zuvor eigentlich positiv begonnen. So ermöglichte es Orban ĂŒberraschend, den Start von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zu beschlieĂen, indem er nicht an der entscheidenden Abstimmung teilnahm.
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