ROUNDUP, US-Arbeitsmarktbericht

US-Arbeitsmarktbericht bleib hinter den Erwartungen zurĂŒck

08.03.2024 - 15:37:37 | dpa.de

Der US-Arbeitsmarktbericht ist im Februar hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben.

So stieg die Arbeitslosenquote stĂ€rker als erwartet und die Lohnentwicklung schwĂ€chte sich ab. Dies geht aus dem am Freitag vom Arbeitsministerium vorgelegten Daten hervor. Positiv war auf den ersten Blick der stĂ€rker als erwartet ausgefallene Anstieg der BeschĂ€ftigtenzahl. Die AbwĂ€rtsrevision der beiden Vormonate ĂŒberkompensierte aber den unerwarteten Anstieg deutlich.

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar gestiegen. Die Arbeitslosenquote legte um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent zu. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einer stabilen Quote gerechnet. Laut Ministerium sind im Februar 334 000 Personen arbeitslos geworden. Die Gesamtzahl wird mit 6,5 Millionen angegeben. Im lÀngeren Vergleich ist die Arbeitslosenzahl aber immer noch relativ niedrig.

Die US-Wirtschaft hat zwar mehr ArbeitsplĂ€tze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft sind 275 000 Stellen hinzugekommen. Analysten hatten im Schnitt mit nur 200 000 Stellen gerechnet. Allerdings wurde der BeschĂ€ftigungsaufbau in den beiden Vormonaten krĂ€ftig um insgesamt 167 000 nach unten revidiert.

Die derzeit besonders stark beachtete Lohnentwicklung schwĂ€chte sich ab und blieb hinter den Erwartungen zurĂŒck. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich gegenĂŒber Januar um 0,1 Prozent. Der Anstieg im Vormonat wurde von 0,6 auf 0,5 Prozent korrigiert. Analysten hatten fĂŒr Februar einen Zuwachs von im Schnitt 0,2 Prozent erwartet.

Im Jahresvergleich schwÀchte sich der Lohnauftrieb ebenfalls ab. In dieser Betrachtung betrug der Zuwachs 4,3 Prozent. Die Rate im Vormonat wurde von 4,5 auf 4,4 Prozent revidiert. Steigende Löhne können die Inflation anheizen. Die Lohnentwicklung wird daher von der US-Notenbank Fed besonders beachtet.

Die FinanzmÀrkte wurden in ihrer Erwartung von Zinssenkungen durch die Fed bestÀtigt. So geriet der US-Dollar zu anderen wichtigen WÀhrungen unter Druck. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach. Die europÀischen AktienmÀrkte legten etwas zu. Die KursausschlÀge hielten sich jedoch in Grenzen.

"Der US-Arbeitsmarkt lĂ€uft rund, aber nicht heiß", kommentierten die Volkswirte der Commerzbank die Daten. "Die Fed kann daher in Ruhe weitere Zahlen abwarten, ehe sie die erwartete Zinswende einleitet." Die Commerzbank geht von einer ersten Zinssenkung im Juni aus. Dies wird auch an den FinanzmĂ€rkten ĂŒberwiegend so erwartet.

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