VDA: Regierung sollte Strafzölle gegen E-Autos aus China ablehnen
02.10.2024 - 12:17:17 | dpa.de"Ein Votum der EU-Staaten, ab Ende Oktober hohe zusĂ€tzliche Zölle auf E-Pkw aus China zu erheben, wĂ€re ein weiterer Schritt weg von globaler Zusammenarbeit", sagte VDA-PrĂ€sidentin Hildegard MĂŒller auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Durch diese MaĂnahme wĂ€chst das Risiko eines globalen Handelskonfliktes weiter an."
Die Abstimmung auf EU-Ebene ist fĂŒr Freitag angesetzt. Deutschland sieht Strafzölle kritisch. Wie die Bundesregierung abstimmt, ist aber offen. Als möglich gilt ein Nein zu den Strafzöllen sowie eine Enthaltung. Das Thema dĂŒrfte eine wichtige Rolle spielen bei einem Treffen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron am Mittag in Berlin. Macron hatte sich in der Vergangenheit grundsĂ€tzlich positiv zu StrafmaĂnahmen gegen Chinas E-Autos geĂ€uĂert.
VDA-PrĂ€sidentin MĂŒller sagte: "Die Bundesregierung muss am Freitag klar Stellung beziehen - und nicht zustimmen, sondern ablehnen. Eine Enthaltung ist keine Option. Berlin ist aufgefordert, klar Stellung zu beziehen und gleichzeitig weitere konstruktive Verhandlungen aller Beteiligten fordern." Beide Seiten, sowohl China wie auch die EU, mĂŒssten aufeinander zugehen.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) hatte wiederholt gesagt, er setze auf eine politische Lösung mit China. Er warnte vor einem Zollstreit mit China.
Seit Anfang Juli mĂŒssen vorlĂ€ufige höhere EU-Zusatzzölle auf Elektroautos aus China in Form einer Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Sie sind das Ergebnis einer Untersuchung der EU-Kommission, die zeigte, dass die gesamte Wertschöpfungskette fĂŒr Elektroautos in China stark subventioniert ist. Ob die höheren Zölle tatsĂ€chlich gezahlt werden mĂŒssen, hĂ€ngt davon ab, ob bis Anfang November eine politische Lösung mit China gefunden wird.
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