Krieg, Ukraine

Krieg in der Ukraine: FĂŒhrender Nato-Admiral mahnt neues Denken an

17.01.2024 - 14:09:00 | dpa.de

Der Vorsitzende des Nato-MilitÀrausschusses hat eine stÀrkere gesellschaftliche Anpassung an das neue sicherheitspolitische Umfeld mit Russlands Krieg gegen die Ukraine angemahnt.

Die Verantwortung fĂŒr die Freiheit liege nicht allein auf den Schultern von Menschen in Uniform, sagte Admiral Rob Bauer am Mittwoch zum Auftakt einer zweitĂ€gigen Sitzung des MilitĂ€rausschusses in BrĂŒssel. Um die gemeinsame Verteidigung zu stĂ€rken und gleichzeitig die Ukraine in ihrem Existenzkampf zu unterstĂŒtzen, sei ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz nötig.

"Wir brauchen öffentliche und private Akteure, die ihre Denkweise gegenĂŒber einer Zeit Ă€ndern, in der alles planbar, vorhersehbar, kontrollierbar und auf Effizienz ausgerichtet war", erklĂ€rte Bauer. Nun lebe man in einer Zeit, in der jederzeit alles passieren könne und in der man mit dem Unerwarteten rechnen mĂŒsse. DafĂŒr sei auch die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor wichtig.

Zu Russlands Krieg gegen die Ukraine sagte Bauer, in diesem sei es nie um eine echte Sicherheitsbedrohung fĂŒr Russland gegangen, sondern darum, dass die dortige FĂŒhrung die Demokratie fĂŒrchte, die mĂ€chtiger sei als jede physische Waffe auf der Erde.

"Wenn die Menschen in der Ukraine demokratische Rechte haben können, werden sich die Menschen in Russland bald auch danach sehnen", sagte er. Darum gehe es in diesem Krieg eigentlich. Im Kampf um die Demokratie sei das ukrainische Volk in der Dunkelheit des Krieges ein Leuchtfeuer, das der Welt zeige, was es bedeutet, fĂŒr das zu kĂ€mpfen, woran man glaube. "Heute ist der 693. Tag dessen, was Russland fĂŒr einen dreitĂ€gigen Krieg hielt", ergĂ€nzte Bauer mit Blick auf russische Planungen fĂŒr einen schnellen Einmarsch in Kiew.

FĂŒr Deutschland nimmt der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, an der Sitzung des MilitĂ€rausschusses teil. Das Gremium ist die oberste militĂ€rische Instanz der Nato. Es unterstĂŒtzt die Entscheidungsprozesse der zivilen FĂŒhrung in militĂ€rischen Angelegenheiten. Bei dem derzeitigen Treffen war im Rahmen eines Nato-Ukraine-Rats auch ein Austausch mit MilitĂ€rs aus der Ukraine geplant.

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