Private Konsumausgaben 2022 stÀrker gestiegen als Inflation
28.11.2023 - 09:08:41Im Schnitt gaben die privaten Haushalte im Monat 2846 Euro fĂŒr den Konsum aus, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, waren das 8,5 Prozent oder 223 Euro mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs fiel stĂ€rker aus als der Anstieg der Verbraucherpreise, die im Jahresschnitt um 6,9 Prozent kletterten.
Vor allem die Ausgaben fĂŒr Verkehr und Wohnen legten angesichts stark gestiegener Energiepreise zu. Trotz des befristeten 9-Euro-Tickets und der Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe (Tankrabatt) im Sommer 2022 erhöhten sich die monatlichen Ausgaben fĂŒr den Bereich Verkehr einschlieĂlich Kraftstoffe im Schnitt um 7,8 Prozent auf 347 Euro. Allein die Spritrechnung stieg um 26,3 Prozent auf 101 Euro.
FĂŒrs Wohnen einschlieĂlich Energie gaben die privaten Haushalte durchschnittlich 1025 Euro im Monat aus und damit 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben fĂŒr Wohnenergie fĂŒr sich genommen stiegen um 23,2 Prozent.
Die Ausgaben fĂŒr Nahrungsmittel, GetrĂ€nke und Tabakwaren legten um 3,7 Prozent auf 417 Euro zu. Der gröĂte Teil der privaten Konsumausgaben entfiel auch im vergangenen Jahr aufs Wohnen (36 Prozent), Nahrungsmittel, GetrĂ€nke und Tabakwaren (15 Prozent) sowie Verkehr (12 Prozent).
Neben der Energiekrise wirkte sich den Angaben zufolge auch der Wegfall fast aller Corona-BeschrĂ€nkungen aus. So stiegen die Ausgaben fĂŒr Gastronomie- und Ăbernachtungen in Hotels und Co. um 56,6 Prozent auf durchschnittlich 177 Euro im Monat. Das Vor-Corona-Niveau von 157 Euro (2019) wurde damit ĂŒberschritten.

