Bundesbank: Deutschland erhÀlt weniger auslÀndische Direktinvestitionen
22.10.2024 - 12:05:13Seit 2022 seien die Direktinvestitionen "deutlich zurĂŒckgegangen", heiĂt es in einer Analyse zum Monatsbericht der Bundesbank, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Experten der Bundesbank machen im Jahr 2022 einen "signifikanten Strukturbruch" aus, der zu einem deutlichen RĂŒckgang gefĂŒhrt habe.
In den beiden Jahren 2020 und 2021 haben auslĂ€ndische Unternehmen insgesamt knapp ĂŒber 100 Milliarden Euro an Beteiligungskapital in Deutschland investiert, wie aus der Analyse der Bundesbank hervorgeht. AnschlieĂend seien bis Mitte 2024 nur noch 62 Milliarden Euro an Beteiligungskapital zugeflossen. Die Bundesbank verwies unter anderem auf die Investitionen aus dem Vereinigten Königreich, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren "merklich an Bedeutung verloren" hĂ€tten. Dabei dĂŒrfte auch der Austritt aus der EuropĂ€ische Union eine Rolle gespielt haben.
DarĂŒber hinaus könnten auch hohe Energiepreise in Deutschland eine Rolle gespielt haben und der intensive Wettbewerb um auslĂ€ndische Investitionen, insbesondere in zukunftstrĂ€chtigen und strategisch bedeutsamen Branchen, hieĂ es weiter. Allerdings machten die Bundesbankexperten deutlich, dass sich die GrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang der Direktinvestitionen generell "noch nicht mit Gewissheit identifizieren lassen".
Bei den deutschen Direktinvestitionen im Ausland schwĂ€chte sich die Entwicklung nach Angaben der Bundesbank ebenfalls ab, allerdings nur leicht. Dieser DĂ€mpfer habe sich im Einklang mit einem weltweiten RĂŒckgang der Investitionen vollzogen.
Bei den Investitionen hĂ€tten zunehmend geopolitische Ăberlegungen an Bedeutung gewonnen. Besonders attraktiv fĂŒr deutsche Unternehmen sind demnach die USA. Auch China sei weiterhin ein wichtiges Zielland deutscher, allerdings werde deutlich, dass sich die Dynamik neuer Direktinvestitionen in China verlangsamt habe und teilweise Kapital abgezogen worden sei.

