Ifo: SchÀrfere Mietpreisbremse verschÀrft Wohnungsnot
26.02.2026 - 11:06:48 | dpa.de
Eine schĂ€rfere Mietpreisbremse wĂŒrde nach EinschĂ€tzung eines der fĂŒhrenden deutschen Ăkonomen nur zu gröĂerer Wohnungsnot fĂŒhren. Leidtragende wĂ€ren vor allem junge Menschen und Arbeitssuchende, prophezeite Clemens Fuest, der Chef des MĂŒnchner Ifo-Instituts. «Solche Eingriffe entlasten den Wohnungsmarkt nicht, sie verschlimmern die Knappheit und verringern die ArbeitsmobilitĂ€t.»
Fuest reagierte damit auf die Forderungen von Justizministerin Stephanie Hubig (SPD), die Mietpreisbremse zu verschÀrfen. Fuest und seine Kollegen am Ifo-Institut hingegen argumentieren, dass die Deckelung der Mieten sowohl den Wohnungsbau bremst als auch den Wohnungsmarkt insgesamt einfrieren lÀsst, weil Mieter aus Furcht vor höheren Mieten bei einem Wohnungswechsel kaum noch umziehen.
Hohe Neubaumieten groĂes Hindernis bei Wohnungssuche
Nach Berechnungen der MĂŒnchner Wirtschaftswissenschaftler sind die Mieten fĂŒr neue Wohnungen mittlerweile im Schnitt 30 Prozent höher als die Bestandsmieten, in begehrten GroĂstĂ€dten sogar bis zu knapp 50 Prozent. Ein Effekt ist nach Fuests EinschĂ€tzung, dass viele Menschen in fĂŒr sie zu groĂen Wohnungen bleiben, weil der Umzug in eine kleinere Bleibe dennoch mit einer noch höheren Miete verbunden wĂ€re.
Fuest plĂ€dierte stattdessen dafĂŒr, den Wohnungsbau anzukurbeln: «Wichtig wĂ€ren MaĂnahmen, die den Wohnungsbau fördern und die Nutzung des Bestands verbessern.»
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