Abschwung trifft fast alle BundeslÀnder - zwei Ausnahmen
18.09.2025 - 10:52:23Die schwache Konjunktur in Deutschland hat nach Berechnungen des MĂŒnchner Ifo-Instituts fast alle BundeslĂ€nder in die roten Zahlen gedrĂŒckt. Am stĂ€rksten getroffen wurden demnach im zweiten Quartal Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, deren Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent schrumpfte. Gegen den Trend zulegen konnten nach Ifo-Zahlen lediglich das Saarland (plus 0,5 Prozent) und Rheinland-Pfalz (plus 0,1 Prozent).
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist dem Statistischen Bundesamt zufolge im zweiten Quartal 2025 um 0,3 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Zum Jahresauftakt hatte noch ein Mini-Wachstum gegeben - weil aus Angst vor den damaligen Zolldrohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump GeschĂ€fte vorgezogen wurden. «Wegen der Unsicherheit bezĂŒglich der US-Zollpolitik zu Jahresbeginn haben viele Unternehmen ihre KĂ€ufe ins erste Quartal vorgezogen», sagt Ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann laut Mitteilung. «Diese AktivitĂ€ten fehlten dann im zweiten Vierteljahr.»
Die wiederholten ZollankĂŒndigungen und -aussetzungen des US-PrĂ€sidenten treffen den Ifo-Daten zufolge die einzelnen Wirtschaftsbereiche â und damit auch die BundeslĂ€nder â sehr unterschiedlich. «Besonders deutlich wird dies beim Vergleich zwischen der Chemischen und der Autoindustrie sowie dem Maschinenbau, fĂŒr die die USA ein wichtiger Absatzmarkt ist.»Â
Die positiven Ausnahmen Rheinland-Pfalz und Saarland erklÀren die Wirtschaftsforscher so: «In beiden BundeslÀndern hat sich das ifo GeschÀftsklima der Gewerblichen Wirtschaft zuletzt am krÀftigsten aufgehellt. Zudem entwickelten sich hier die IndustrieumsÀtze besser als in den anderen BundeslÀndern.»


