Unternehmen planen mit höheren Preisen
30.03.2026 - 07:49:55 | dts-nachrichtenagentur.deDer jĂŒngste Anstieg der Preiserwartungen steht laut Wohlrabe im Zusammenhang mit deutlich höheren Preisen fĂŒr Rohöl, Gas und Strom infolge des Kriegs im Nahen Osten. Nachdem die Energiekomponente die Inflation zuletzt gedĂ€mpft hatte, zeichnet sich nun eine Umkehr ab. "Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter", so Wohlrabe. "Ăber höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen."
Besonders stark fiel der Anstieg der Preiserwartungen in der Industrie aus: Dort legten sie von 13 auf 20 Punkte zu. Auch im Baugewerbe zogen sie deutlich an, von 10 auf 20,2 Punkte. Die konsumnahen Dienstleister erhöhten ihre Preiserwartungen krĂ€ftig von 25,1 auf 31,6 Punkte. Auch die unternehmensnahen Dienstleister (inklusive GroĂhandel) planen öfter mit steigenden Preisen; der Indikator stieg von 24,7 auf 27 Punkte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Preisdruck ĂŒber viele Branchen hinweg wieder zunimmt.
Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, lĂ€ge der Saldo bei +100 Punkten. WĂŒrden alle ihre Preise senken wollen, lĂ€ge er bei ?100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten PreisĂ€nderung.
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