Deutsche Bahn, Fernverkehr

Deutsche Bahn senkt Preise für Monatskarten um 25 Prozent

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 13:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Deutsche Bahn senkt ab dem 21. Oktober die Preise für Fernverkehrs-Monatskarten um 25 Prozent. Im Gegenzug fällt das bisherige Jahresabo für Streckenzeitkarten weg.

Von den günstigeren Monatskarten profitieren nach Bahn-Angaben auch diejenigen, die bislang ein Jahresabo haben. (Archivbild) - Bild: Moritz Frankenberg/dpa
Von den günstigeren Monatskarten profitieren nach Bahn-Angaben auch diejenigen, die bislang ein Jahresabo haben. (Archivbild) - Bild: Moritz Frankenberg/dpa

Pendlerinnen und Pendler im Fernverkehr der Deutschen Bahn zahlen für Streckenzeitkarten ab dem 21. Oktober 25 Prozent weniger, müssen dafür aber auf das bisherige Jahresabo verzichten.

Jahresabo wird abgeschafft

Die Bahn teilte mit, sie wolle das Tarifsystem vereinfachen und künftig ausschließlich günstigere Monatskarten anbieten. Nach Konzernangaben gibt es derzeit annähernd 10.000 Pendlerinnen und Pendler mit Monatskarten oder Jahresabos.

Alle Betroffenen sollen künftig weniger zahlen als bislang. Die Bahn begründet die Umstellung zudem mit mehr Flexibilität: Zeitkarten müssten nur noch für die Monate gekauft werden, in denen sie tatsächlich benötigt würden. Während eines Urlaubs entstünden dadurch keine Kosten für eine ungenutzte Monatskarte.

Beispiel Frankfurt–Mannheim

Auf der Strecke zwischen Frankfurt am Main und Mannheim kostet die Monatskarte ohne Jahresabo bislang 375,60 Euro. Künftig werden dafür 281,70 Euro fällig. Das entspricht einer Ersparnis von 93,90 Euro.

Auf der Verbindung Augsburg–München sinkt der Preis den Angaben zufolge um 79 Euro. Monatskarten berechtigen im jeweiligen Buchungszeitraum zu beliebig vielen Fahrten auf der gebuchten Strecke.

Weitere Angebote im Vergleich

Je nach Nutzungsverhalten können Mehrfahrtentickets oder die BahnCard 100 attraktiver sein. Die BahnCard 100 gilt ein Jahr lang bundesweit für beliebig viele Fahrten im gesamten Streckennetz.

Tarifwechsel betrifft eine kleine, aber spezialisierte Kundengruppe

Die Deutsche Bahn richtet das Modell künftig stärker am tatsächlichen Nutzungszeitraum aus. Für regelmäßige Fernverkehrspendler sinkt der Preis der einzelnen Monatskarte zwar deutlich, zugleich entfällt aber die bisherige Möglichkeit, sich den günstigeren Jahresabonnement-Tarif zu sichern.

Nach Unternehmensangaben betrifft die Änderung annähernd 10.000 Menschen. Für sie wird entscheidend, wie viele Monate im Jahr sie tatsächlich pendeln. Wer regelmäßig zwölf Monate unterwegs ist, muss die neue Monatskarte mit zwölf multiplizieren; wer etwa wegen Urlaub, Homeoffice oder wechselnder Arbeitsorte einzelne Monate auslässt, kann von der größeren Flexibilität profitieren.

Vergleich mit anderen Bahnprodukten bleibt wichtig

Die Monatskarte gilt weiterhin für beliebig viele Fahrten auf der gebuchten Strecke und richtet sich damit vor allem an Personen mit einem festen Pendelweg. Auf stark frequentierten Verbindungen kann sie gegenüber Einzelfahrkarten wirtschaftlich sein, die Attraktivität hängt aber von der Zahl der tatsächlichen Reisetage und der jeweiligen Strecke ab.

Für sehr intensive oder deutschlandweite Nutzung bleibt die BahnCard 100 eine andere Option. Mehrfahrtentickets können wiederum für Menschen interessanter sein, die nicht an jedem Arbeitstag fahren. Die Reform vereinfacht damit die Tarifstruktur, ersetzt aber nicht den individuellen Kostenvergleich vor dem Kauf.

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