Deutsche Bank durchsucht: 350-Millionen-Schaden bei Cum-Cum-GeschÀften
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 18:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Staatsanwaltschaft DĂŒsseldorf und die Steuerfahndung haben am heutigen Mittwoch die Frankfurter Zentrale der Deutschen Bank durchsucht. Im Fokus: Cum-Cum-GeschĂ€fte der Postbank mit einem mutmaĂlichen Steuerschaden von ĂŒber 350 Millionen Euro.
Ermittlungen im âProjekt Rieslingâ
Die Razzia ist Teil des Verfahrens mit dem Decknamen âRieslingâ. Es richtet sich gegen insgesamt zehn Beschuldigte â hauptsĂ€chlich ehemalige Topmanager der Postbank. Allerdings soll auch ein aktuell in leitender Position bei der Deutschen Bank tĂ€tiger Manager darunter sein.
Die VorwĂŒrfe betreffen Cum-Cum-GeschĂ€fte, die zwischen 2008 und 2010 abgewickelt wurden. Die Deutsche Bank ist als Rechtsnachfolgerin der Postbank betroffen, die sie schrittweise ĂŒbernommen hatte. Das Institut erklĂ€rte seine Kooperationsbereitschaft mit den Behörden.
Es ist bereits die dritte Durchsuchung in diesem Jahr bei der Bank.
Compliance-VerstöĂe und fehlende Risikoanalysen können Unternehmen teure BuĂgelder von bis zu 2 % des Jahresumsatzes kosten. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie eine rechtssichere Dokumentation erstellen und sich effektiv absichern. Rechtssichere SchutzmaĂnahmen jetzt kostenlos entdecken
Wie Cum-Cum-GeschÀfte funktionieren
Bei diesen Transaktionen ĂŒbertrugen auslĂ€ndische Investoren kurz vor dem Dividendenstichtag ihre Aktien an inlĂ€ndische Institute. Ziel: eine Erstattung der Kapitalertragsteuer kassieren, auf die die ursprĂŒnglichen EigentĂŒmer keinen Anspruch hatten. Nach der Dividendenzahlung gingen die Papiere meist zurĂŒck.
WĂ€hrend Cum-Ex-GeschĂ€fte schon lĂ€nger juristisch aufgearbeitet werden, rĂŒcken Cum-Cum-Modelle jetzt verstĂ€rkt ins Visier der Fahnder. Branchenanalysten schĂ€tzen den Gesamtschaden fĂŒr den deutschen Fiskus auf rund 28 Milliarden Euro.
Ob Steuerfahndung oder Datenschutzbehörde â wer gesetzliche Anforderungen ignoriert, riskiert empfindliche Strafen und langwierige Ermittlungsverfahren. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche sieben Fragen zur Risikoabsicherung jedes Unternehmen heute beantworten können muss. Kostenlosen Report zur Risikominimierung herunterladen
In den ZwillingstĂŒrmen der Deutschen Bank arbeiten rund 3.000 Mitarbeiter. Der laufende GeschĂ€ftsbetrieb wurde durch die Durchsuchung nicht beeintrĂ€chtigt.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
