Kontrollen sollen Druck auf russische Schattenflotte erhöhen
01.07.2025 - 19:00:44 | dpa.deSeit Dienstag wĂŒrden Tanker-Besatzungen nach ihrem Versicherungsschutz gegen ĂlverschmutzungsschĂ€den gefragt, teilten das Bundesverkehrsministerium und das AuswĂ€rtige Amt mit. Betroffen seien Schiffe, die auf der Höhe Fehmarn ostwĂ€rts unterwegs seien. Gleichzeitig mit Deutschland starte auch Schweden die Abfrage.
"Je vollstĂ€ndiger das Bild, desto eher können wir gemeinsam mit unseren PartnerlĂ€ndern im Ostseeraum MaĂnahmen bis hin zur Sanktionslistung der Schiffe ergreifen", begrĂŒndete Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) das Vorgehen. BundesauĂenminister Johann Wadephul (CDU) ergĂ€nzte: "Wir erhöhen den Druck auf die russische Schattenflotte und schĂŒtzen den Lebensraum Ostsee."
Die eingeholten Unterlagen werden der gemeinsamen Mitteilung zufolge geprĂŒft. AuffĂ€lligkeiten können demnach zu einer europaweiten Beobachtung, MaĂnahmen durch den Flaggenstaat und gegebenenfalls zur Aufnahme in die Liste sanktionierter Schiffe fĂŒhren.
Der Versicherungsschutz dieser Schiffe ist den Angaben zufolge hĂ€ufig unbekannt, da sie renommierte Versicherungen und europĂ€ische HĂ€fen meiden. Die MaĂnahme sei Teil europĂ€ischer BemĂŒhungen, die russische Schattenflotte zurĂŒckzudrĂ€ngen sowie die Verkehrssicherheit auf See und den Meeresumweltschutz zu verbessern. Zur Schattenflotte zĂ€hlende Ăltanker, seien zum Teil alt und wendeten teils unsichere Schifffahrtspraktiken an. Sie wurden etwa verdĂ€chtigt, mit ihren Ankern Unterseekabel beschĂ€digt zu haben.
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