StromzĂƒÂƒĂ‚Â€hler

Deutsche Unternehmen fordern AbÀnderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG)

10.04.2020 - 14:31:35 | ad-hoc-news.de

Um RĂŒckzahlungen in Milliardenhöhe zu verhindern, verlangen deutsche Unternehmen eine Revision des EEG.

StromzÀhler - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
StromzÀhler - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht eine Befreiung von der Zahlung der EEG-Umlage vor, wenn Industrieunternehmen ihren Bedarf an elektrischer Energie aus der Produktion in eigenen Kraftwerken decken. Diese Befreiung nehmen in Deutschland rund 300 Unternehmen fĂŒr sich in Anspruch. Wie der „Spiegel“ berichtet, haben die zustĂ€ndigen Netzbetreiber vor einigen Monaten eine ÜberprĂŒfung des sogenannten Eigenstromprivilegs eingeleitet. Dabei gab es in rund 50 FĂ€llen Beanstandungen der Unternehmensmodelle. Zur gesetzlichen Bewertung der ZweifelsfĂ€lle haben die Netzbetreiber eine KlĂ€rung vor Gericht in Aussicht gestellt. Falls die Bedenken der Netzbetreiber von den zustĂ€ndigen Gerichten anerkannt wĂŒrden, stĂ€nde den Unternehmen Nachforderungen in Milliardenhöhe ins Haus. Sie mĂŒssten die Summen aufbringen, die sie durch eine zu Unrecht vorgenommene Befreiung von der EEG-Umlage zurĂŒckbehalten haben. Um die StreitfĂ€lle zwischen Unternehmen und Netzbetreibern zu unterbinden, haben sich die Rechtsabteilungen mehrerer Unternehmen zu einer Gesetzesinitiative zusammengefunden. In einem gemeinsam erarbeiteten Entwurf zur Änderung des EEG, verlangen die Unternehmen eine Begrenzung des RĂŒckzahlungszeitraums auf die Jahre seit 2018. Unter den 50 Eigenstrommodellen, die zur Debatte stehen, finden sich einige der grĂ¶ĂŸten deutschen Industrieunternehmen. Diese ĂŒben nun seit Bekanntwerden der RechtsprĂŒfung durch die Netzbetreiber ĂŒber ihre UnternehmensverbĂ€nde Druck auf das Bundeswirtschaftsministerium aus. Ziel ist die Anpassung des EEG an die BedĂŒrfnisse der Unternehmen, die sich aktuell durch RĂŒckzahlungsforderungen in Milliardenhöhe in ihrer Existenz bedroht sehen. Als erster Erfolg der Industrieinitiative fand im MĂ€rz ein GesprĂ€ch von Unternehmensvertretern mit Beamten des Wirtschaftsministeriums in Berlin statt. Auf dieser Sitzung prĂ€sentierten die Unternehmen einen Gesetzentwurf zu einer nachtrĂ€glichen Duldung der ordnungswidrigen Eigenstrommodelle, von dem das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet. In der Dynamik der gegenwĂ€rtigen Corona-Notlage haben die Unternehmen ihren Druck auf das Wirtschaftsministerium nochmals erhöht, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Kritiker einer Änderung mahnen, den Corona-Anlass jetzt nicht fĂŒr eine industriekonforme Neuformulierung des EEG, zu missbrauchen. Eine Umfrage des Magazins „Der Spiegel“ ergab bei den betroffenen Unternehmen allerdings kein Unrechtsbewusstsein. Alle gaben an, ihre Eigenstrommodelle im Rahmen der gesetzlichen Regelungen entwickelt zu haben und daher zu Recht von der EEG-Umlage befreit worden zu sein.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 59945153 |