Wirtschaftsvertreter: Zeche fĂŒr US-Autozölle zahlt Kunde in den USA
27.03.2025 - 12:26:42In den USA verkaufte Fahrzeuge wĂŒrden wesentlich teurer, sagte Christoph Schemionek, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Auslandshandelskammer Washington. "Die Zeche zahlt letztendlich der Kunde." Fast die HĂ€lfte aller in den USA verkauften Fahrzeuge wĂŒrden importiert. Das gelte nicht nur fĂŒr deutsche, sĂŒdkoreanische und japanische Hersteller, sondern auch fĂŒr US-amerikanische Hersteller, die weltweit produzierten und ihre im Ausland produzierten Autos in die USA importierten.
Der AuĂenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, sagte, die Verunsicherung in den USA könne auch zu einer StĂ€rke Deutschlands und Europas werden, dass "wir im Moment als ein sicherer, verlĂ€sslicherer Investitionspartner" wahrgenommen werden.
AuslandsgeschÀft erschwert
Generell befinde sich der Welthandel in einem grundlegenden Umbruch, sagte Treier. Protektionistische Tendenzen seien allgegenwĂ€rtig und erschwerten das AuslandsgeschĂ€ft deutscher Firmen zunehmend. Eine Mehrheit der Unternehmen habe in den vergangenen Wochen und Monaten bei ihren internationalen GeschĂ€ften eine deutliche Zunahme von Handelshemmnissen festgestellt, wie eine aktuelle DIHK-Umfrage unter knapp 2.600 im Ausland aktiven Unternehmen mit Sitz in Deutschland zeige. Diese fand vor der AnkĂŒndigung von Trump statt, zusĂ€tzliche Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Autoimporte zu verhĂ€ngen.
Nordamerika entwickele sich zur Problemregion, so der DIHK. 70 Prozent der Unternehmen erwarteten negative Auswirkungen der US-Handelspolitik auf ihre GeschĂ€fte. "Noch im vergangenen Jahr galten die USA als HoffnungstrĂ€ger. Jetzt hat sich die Lage fĂŒr die deutschen Unternehmen mit US-GeschĂ€ft mit Abstand am stĂ€rksten verschlechtert."
Die USA unter Trump hatten bereits Zölle auf alle Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent verhĂ€ngt. AuĂerdem liefert Trump sich Zollkonflikte auch mit Kanada und Mexiko sowie China.

