Familienunternehmen wollen stÀrker im Ausland investieren
15.12.2023 - 19:23:45Als solche werden auch BMW, die Schwarz-Gruppe, Aldi, Bosch oder Metro gewertet. 56 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass hierzulande in den kommenden fĂŒnf Jahren weniger investiert wird. Bei den groĂen, international tĂ€tigen Unternehmen liegt der Anteil sogar bei 75 Prozent. "Deutschland hat gegenwĂ€rtig unter den IndustrielĂ€ndern die schwĂ€chste Performance", kritisiert Nikolaus Stihl, Aufsichtsratschef der gleichnamigen AG. Die Politik biete darauf keine Antworten. "Mit dem Stopfen von Haushaltslöchern ist es nicht getan." Die Lage vieler Firmen werde 2024 schwieriger. Zugleich werde ĂŒber eine Vier-Tage-Woche diskutiert. "Wichtig wĂ€ren Anreize, dass sich Anstrengung lohnt", fordert der Unternehmer. "Unser Standort muss mit Investitionen in Infrastruktur wieder wettbewerbsfĂ€hig werden. Deutschland hat genug Potenzial." Kritik kommt auch von der gröĂten Oppositionspartei im Bundestag. "Zu hohe Steuern, zu viel BĂŒrokratie, hohe Energiekosten, politisches Chaos: Der Standort Deutschland verliert immer mehr an AttraktivitĂ€t", sagte Unions-Fraktionsvize Jens Spahn (CDU). Unternehmen brĂ€uchten VerlĂ€sslichkeit. Die Ampel dagegen stifte Chaos und Kurzatmigkeit mit ihren Entscheidungen. "So wird die Regierung selbst zum gröĂten Standortproblem." Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen und Politik, sagte, Deutschland bleibe zwar fĂŒr die meisten Familienunternehmen weiterhin wichtig. "Doch Ausbau und Wachstum finden wegen nicht wettbewerbsfĂ€higer Rahmenbedingungen hĂ€ufig im Ausland statt." Wenn die Politik die Zeichen der Zeit nicht erkenne, wĂŒrden der industrielle Sektor und das verarbeitende Gewerbe in Deutschland schleichend ausbluten, so Kirchdörfer. Aus Sicht der Familienunternehmen sei es enttĂ€uschend, dass sich Bund und LĂ€nder bisher nicht auf das Wachstumschancengesetz einigen konnten. Selbst kleine wirtschaftspolitische Impulse blieben damit aus.


