Deutsches BIP wÀchst im dritten Quartal um 0,2 Prozent
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 10:07 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSKonsum stĂŒtzt deutsche Wirtschaftsleistung
- Das Statistische Bundesamt meldete fĂŒr das dritte Quartal 2026 ein preis-, saison- und kalenderbereinigtes Plus von 0,2 Prozent.
- GegenĂŒber dem dritten Quartal 2025 lag das preisbereinigte BIP um 1,3 Prozent höher.
- Die Investitionen gingen zurĂŒck, wĂ€hrend sich die Exportentwicklung gegenĂŒber der ersten JahreshĂ€lfte abschwĂ€chte.
Deutsches BIP wÀchst im dritten Quartal um 0,2 Prozent
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal 2026 gegenĂŒber dem Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen. Der Zuwachs wurde preis-, saison- und kalenderbereinigt ermittelt und folgt auf ein Wachstum in der ersten JahreshĂ€lfte.
Konsum legt leicht zu
Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, entwickelten sich die Konsumausgaben gegenĂŒber dem zweiten Quartal leicht positiv. Die Investitionen gingen nach den vorlĂ€ufigen Erkenntnissen dagegen zurĂŒck.
Exporte verlieren an Dynamik
Die in der ersten JahreshĂ€lfte noch sehr dynamische Entwicklung der Exporte schwĂ€chte sich im dritten Quartal merklich ab. Damit kamen die Wachstumsimpulse im Berichtszeitraum vor allem aus dem privaten und staatlichen Konsum, wĂ€hrend Investitionen und AuĂenhandel belasteten.
Jahresvergleich bleibt deutlich positiv
Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 lag das BIP preisbereinigt um 1,3 Prozent höher. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Anstieg 1,2 Prozent.
Das Plus von 0,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorquartal bestĂ€tigt eine Fortsetzung des Wachstums in Deutschland, fĂ€llt jedoch deutlich moderater aus als die dynamische Entwicklung in der ersten JahreshĂ€lfte. Die vorlĂ€ufige Destatis-Zahl beschreibt damit eine Wirtschaft, die weiter expandiert, deren Auftrieb aber an Breite verliert.
Der wichtigste binnenwirtschaftliche Impuls kam im dritten Quartal vom leicht positiven Konsum. Gleichzeitig gingen die Investitionen zurĂŒck. Das ist fĂŒr die wirtschaftliche StabilitĂ€t relevant, weil Investitionen die ProduktionskapazitĂ€ten, Digitalisierung und WettbewerbsfĂ€higkeit von Unternehmen beeinflussen.
Exporte verlieren an Schwung
Auch die nachlassende Exportdynamik bremste das Wachstum. Deutschland bleibt damit von der Entwicklung der internationalen Nachfrage abhĂ€ngig, wĂ€hrend die schwĂ€cheren Investitionen auf ZurĂŒckhaltung bei Unternehmen hindeuten.
Im Jahresvergleich ergibt sich trotz der verhaltenen Quartalsrate ein klar positives Bild: Preisbereinigt lag die Wirtschaftsleistung 1,3 Prozent ĂŒber dem Vorjahresquartal, kalenderbereinigt betrug der Zuwachs 1,2 Prozent. FĂŒr Haushalte und Unternehmen bedeutet das, dass die konjunkturelle Erholung voranschreitet, aber weiterhin anfĂ€llig fĂŒr eine schwache Exportnachfrage und eine geringe Investitionsbereitschaft bleibt.
