Bundespolitiker, Zigaretten-Alternativen

Bundespolitiker sehen Zigaretten-Alternativen kritisch

19.09.2024 - 04:45:36 | dpa.de

«Deutschland, hör auf zu rauchen»: Das sagt ausgerechnet ein Tabakkonzern. Er erklÀrt das ZigarettengeschÀft zum Auslaufmodell und stellt neue Produkte ins Schaufenster. Doch Politiker winken ab.

  • Die Tabakerhitzer-ElektrogerĂ€te der Marken Glo von British American Tobacco (BAT), Iqos von Philip Morris und Ploom von Japan Tobacco International (JTI) mit den dazugehörigen Tabakstick-Marken liegen auf der Verkaufstheke eines GeschĂ€fts. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
    Die Tabakerhitzer-ElektrogerÀte der Marken Glo von British American Tobacco (BAT), Iqos von Philip Morris und Ploom von Japan Tobacco International (JTI) mit den dazugehörigen Tabakstick-Marken liegen auf der Verkaufstheke eines GeschÀfts. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
  • Eine geöffnete Zigarettenpackung liegt auf einem Tisch. - Foto: Sven Hoppe/dpa
    Eine geöffnete Zigarettenpackung liegt auf einem Tisch. - Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Die Werbefigur der Zigarettenmarke Marlboro, der «Marlboro-Mann», steht auf dem GebĂ€ude der Philip Morris GmbH. - Foto: Soeren Stache/dpa
    Die Werbefigur der Zigarettenmarke Marlboro, der «Marlboro-Mann», steht auf dem GebÀude der Philip Morris GmbH. - Foto: Soeren Stache/dpa
  • Der frĂŒhere SPD-MinisterprĂ€sident von Schleswig-Holstein und heutige Cheflobbyist von Philip Morris Deutschland, Torsten Albig, setzt sich fĂŒr Alternativen von Zigaretten ein. - Foto: Hannes P. Albert/dpa
    Der frĂŒhere SPD-MinisterprĂ€sident von Schleswig-Holstein und heutige Cheflobbyist von Philip Morris Deutschland, Torsten Albig, setzt sich fĂŒr Alternativen von Zigaretten ein. - Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Die Tabakbranche stĂ¶ĂŸt mit ihrer Forderung nach einem anderen Umgang des Staates mit Zigaretten-Alternativen auf Granit. Branchenvertreter sprechen sich dafĂŒr aus, Werbung fĂŒr Tabakerhitzer und E-Zigaretten zu ermöglichen und diese Produkte, bei deren Konsum weniger Schadstoffe freigesetzt werden als bei Tabakzigaretten, schwĂ€cher zu besteuern als bislang ĂŒblich. Nun winken fachlich zustĂ€ndige Bundespolitiker aber ab.

Er sehe eine Besserstellung dieser Produkte sehr kritisch, sagt etwa der SPD-Bundestagsabgeordnete Carlos Kasper. «Genauso wie herkömmliche Zigaretten machen diese Alternativprodukte sĂŒchtig und sind gesundheitsschĂ€digend - Steuererleichterungen oder Ausnahmen bei Werbeverboten wĂ€ren da absolut falsche Signale.» Auch in der Unionsfraktion wird mit dem Kopf geschĂŒttelt. «Auch Inhalationsprodukte können Menschen in eine jahrelange Sucht bringen», sagt der CDU-Politiker Tino Sorge. «Darum wĂ€re eine großflĂ€chige Werbung der falsche Ansatz, auch im Hinblick auf den Jugendschutz.»

Die Tabakbranche ist im Umbruch. WĂ€hrend der Zigarettenabsatz schwĂ€chelt, versuchen große Konzerne wie Philip Morris mit Tabakerhitzern und E-Zigaretten auch lĂ€ngerfristig gute GeschĂ€fte zu machen. Der Schadstoffgehalt von solchen rauchfreien Produkten ist deutlich niedriger als bei GlimmstĂ€ngeln. Allerdings gibt es noch keine Langzeitstudien, die valide RĂŒckschlĂŒsse ĂŒber das Gesundheitsrisiko zulassen.

Die GrĂŒnen-Abgeordnete Linda Heitmann warnt davor, dass das in den neuen Produkten enthaltene Nikotin stark sĂŒchtig mache und die Gehirnentwicklung beeintrĂ€chtige. Mit Blick auf die Krebsgefahr hĂ€lt sie den Begriff der Schadensminderung bei den Produkten nur fĂŒr ein Werbeversprechen. «Dies birgt auch die große Gefahr, dass Menschen darĂŒber neu den Einstieg ins Rauchen finden.» Kristine LĂŒtke von der FDP Ă€ußert sich weniger ablehnend. «Wir setzen auf mĂŒndige BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die Risiken eigenverantwortlich abwĂ€gen können.» Wichtig seien vor allem AufklĂ€rung und die StĂ€rkung der Gesundheitskompetenz.

Am Donnerstag beginnt in Dortmund die Fachmesse Intertabac, auf der nicht nur Zigaretten, Zigarren und Pfeifen, sondern auch Tabakerhitzer und E-Zigaretten beworben werden. 

 

 

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