500-Euro-Geldscheine

Deutschland und Frankreich fĂŒr Ausweitung des Finanzierungsrahmens

06.04.2020 - 08:56:17

Mehr SolidaritÀt in der Coronakrise haben Wolfgang SchÀuble und Richard Ferrand gefordert, um eine neue finanzpolitische Integration zu erreichen.

Es mĂŒsse neue Schritte hin zu einer besseren Zusammenarbeit geben. Dies schrieben BundestagsprĂ€sident Wolfgang SchĂ€uble und der PrĂ€sident der französischen Nationalversammlung, Richard Ferrand, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im Gastbeitrag fĂŒr die Montagsausgabe, zeigten beide die Überzeugung, dass die Parlamente beider LĂ€nder in der aktuellen Debatte einen Beitrag leisten können. Im Artikel, den auch die französische Zeitung "Les Echos" druckte, sehen beide Politiker die Chance, gemeinsame Fortschritte zu erzielen. Dabei könnten die Parlamente dabei helfen, MissverstĂ€ndnisse auszurĂ€umen. Der europĂ€ische Haushalt sowie der mehrjĂ€hrige Finanzrahmen mĂŒssten flexibel mobilisiert und ausgeweitet werden. Dazu regten SchĂ€uble und Ferrand an, die vorhandenen Instrumente des EuropĂ€ischen StabilitĂ€tsmechanismus und der EuropĂ€ischen Investitionsbank zu nutzen.

Beide Parlamentschef mischen sich damit in eine Debatte ein, in der aktuell die EuropĂ€ischen Union um die finanzielle Reaktion auf die Corona-Pandemie ringt. Dabei zeigten die Regierungen in Berlin und Paris unterschiedliche AnsĂ€tze. WĂ€hrend in Frankreich sogenannte Corona-Bonds im GesprĂ€ch sind, lehnt Deutschland diese vehement ab. Auch der BundestagsprĂ€sident wandte sich unlĂ€ngst gegen eine Verschuldung, deren Risiko die EU-LĂ€nder gemeinschaftlich tragen. Ökonomisch sei die Ablehnung von Euro-Bonds gut begrĂŒndet, meinte auch Norbert Röttgen (CDU). Der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses im Bundestag sagte der FAZ, die Haltung der Bundesregierung sei aber emotional sehr problematisch. Generell glaubt er, dass die Ablehnung dieser Idee richtig sei. Röttgen kritisierte allerdings, dass Deutschland mehr zur Lösung beitragen mĂŒsse als den EuropĂ€ischen StabilitĂ€tsmechanismus ESM ins Spiel zu bringen.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, berufstouri

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