Huthi-Angriffe, Berlin

Huthi-Angriffe: Berlin und Wien offen fĂŒr stĂ€rkere EU-Reaktion

10.07.2025 - 14:41:24 | dpa.de

Deutschland und Österreich sind angesichts zunehmender Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe offen fĂŒr eine Aufstockung der EU-MilitĂ€roperation "Aspides" im Roten Meer.

"Die Operation Aspides der EuropĂ€ischen Union hat in einem schwierigen Umfeld schnell Erfolge erzielt", sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar und der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Wien. Es liege nun an den militĂ€rischen Ratgebern, "Hinweise zu geben, ob das verstĂ€rkt oder angepasst werden muss", fĂŒgte Wadephul hinzu.

Die neuerlichen Angriffe der jemenitischen Miliz auf Handelsschiffe zeigten, dass ein iranischer VerbĂŒndeter weiterhin ohne jeden Anlass die zivile Schifffahrt erheblich störe und das Leben unschuldiger Seeleute gefĂ€hrde, sagte Wadephul. "Wir verurteilen das auf das SchĂ€rfste und erwarten, dass der Iran seinen Einfluss auf die Huthis ausĂŒbt, um das zu beenden."

Der CDU-Politiker sagte mit Blick auf die Angriffe auf die Handelsschiffe: "Wir werden uns dagegen weiter wehren." Handels- und Seewege seien Teile der wirtschaftlichen Sicherheit.

Meinl-Reisinger ergĂ€nzte, die Sicherheit der Passage durch das Rote Meer sei im ureigensten Interesse Europas. Deshalb beteilige sich Österreich mit Stabsoffizieren an der EU-Operation. Sie stehe einer Diskussion "sehr offen gegenĂŒber, inwieweit das verstĂ€rkt oder angepasst wird". Dies sei nun Sache der militĂ€rischen Berater.

Im Rahmen von "Aspides" ("Schilde") waren zuletzt etwa 30 Bundeswehrsoldaten eingesetzt. Deutschland stellte in den vergangenen Monaten Soldaten fĂŒr die LuftraumĂŒberwachung, Stabspersonal im Hauptquartier im griechischen Larissa sowie auf dem FĂŒhrungsschiff der Operation.

Huthi-Miliz versenkt zwei Handelsschiffe

Die vom Iran unterstĂŒtzte Huthi-Miliz im Jemen hatte in den vergangenen Tagen zwei Handelsschiffe angegriffen, die daraufhin sanken. Die Miliz greift seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 unter anderem Handelsschiffe mit angeblichem Bezug zu Israel an. ErklĂ€rtes Ziel ist die UnterstĂŒtzung der islamistischen Hamas im Gazastreifen.

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