Energie, Umweltschutz

Deutschland hinkt beim Windkraft-Ausbau krÀftig hinterher

22.06.2023 - 12:06:32 | dts-nachrichtenagentur.de

Deutschland verfehlt offenbar bislang den Plan von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), bis zum Jahr 2030 tĂ€glich vier bis fĂŒnf WindrĂ€der zu bauen, deutlich.

WindrÀder - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur
WindrÀder - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur

Seit dem Start der Ampelkoalition sind insgesamt 1.468 Windenergieanlagen an Land genehmigt worden, im Schnitt also nicht einmal drei Anlagen pro Tag, wie aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine schriftliche Frage des CDU-Bundestagsabgeordneten Christoph Ploß hervorgeht, ĂŒber die der "Stern" berichtet. Scholz hatte im Februar angekĂŒndigt, die Windkraft "generalstabsmĂ€ĂŸig" auszubauen und im Schnitt tĂ€glich vier bis fĂŒnf WindrĂ€der zu bauen, um die Energiewende zu schaffen.

Ziel der Bundesregierung ist eine installierte Leistung von rund 115 Gigawatt bis zum Jahr 2030. Zwar wurden in den vergangenen 18 Monaten seit Amtsantritt der Bundesregierung Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 7,6 Gigawatt genehmigt, das Umweltbundesamt hatte im Mai den nötigen Zubau aber auf rund sieben Gigawatt jĂ€hrlich beziffert. Die Opposition wirft dem Bundeskanzler vor, mit einer verfehlten Energiepolitik die ZukunftsfĂ€higkeit des Landes zu gefĂ€hrden. Die Ampelkoalition mache "in der Energiepolitik so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann", kritisierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ploß. Mit der Energiepolitik der Ampelkoalition drohe "die Deindustrialisierung Deutschlands", fĂŒgte er hinzu. Wenn das Ziel sei, die Klimaziele zu erreichen und gĂŒnstigeren Strom fĂŒr die BĂŒrger zu schaffen, brauche es dringend mehr klimafreundlichen Strom. "Diese Energiepolitik der Ampelkoalition ist eine Katastrophe fĂŒr den Standort Deutschland", so Ploß.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63802773 |

Weitere Meldungen

Weiter keine Einigung bei Energiepreishilfen fĂŒr Industrie Die Bundesregierung hat weiter keine Einigung ĂŒber von ihr in Aussicht gestellte Energiepreishilfen erzielt. (Wirtschaft, 26.06.2026 - 18:43) weiterlesen...

Bericht: Lufthansa erwÀgt Grounding von bis zu 40 Maschinen Die Lufthansa bereitet sich wegen der sich zuspitzenden Treibstofflage offenbar auf das Grounding von bis zu 40 Flugzeugen vor. (Wirtschaft, 26.06.2026 - 16:42) weiterlesen...

Söder fordert mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Windkraft in Bayern Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) fordert von der Bundesregierung mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr den seit langem stockenden Bau von Windkraftanlagen in Bayern.Der Windausbau im SĂŒden mĂŒsse gefördert werden und dĂŒrfe nicht ausgebremst werden, sagte Söder der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". (Politik, 26.06.2026 - 11:01) weiterlesen...

Schneider stellt sich im Streit um EU-Methanverordnung gegen Reiche Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bezieht im Streit um die EU-Methanverordnung Position gegen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).Schneider sagte dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe), er halte die von den Kritikern der Verordnung geforderte Verschiebung fĂŒr falsch. (Politik, 25.06.2026 - 18:44) weiterlesen...

EZB-Direktorin Schnabel kĂŒndigt weitere Zinserhöhungen an Die Direktorin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel, hat weitere Zinserhöhungen im Euroraum in Aussicht gestellt. (Politik, 25.06.2026 - 13:09) weiterlesen...

SPD-LĂ€nder fordern von Bundesregierung niedrigere Energiepreise Vor der gemeinsamen Konferenz der MinisterprĂ€sidenten von Bund und LĂ€ndern in Berlin fordern Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies und Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (beide SPD) eine spĂŒrbare Absenkung der Energiekosten.In einem Beschlussvorschlag der beiden BundeslĂ€nder fĂŒr die am Donnerstag tagende MinisterprĂ€sidenten-Konferenz, aus dem die "Welt" in ihrer Donnerstagausgabe zitiert, heißt es unter anderem in Bezug auf die LĂ€nder: "Sie fordern die Bundesregierung gleichwohl auf, die staatlichen Preisbestandteile von Energie sowie die ImportabhĂ€ngigkeiten strukturell zu reduzieren." Um die Strompreise kurzfristig zu senken und die Anreize fĂŒr die Elektrifizierung zu erhöhen, solle schnellstmöglich die Stromsteuer fĂŒr alle Verbraucher auf das europarechtlich zulĂ€ssige Minimum abgesenkt werden.In dem Antrag fordern die beiden Landesregierungen zudem den wieder verstĂ€rkten Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Offshore-Windenergie, sowie mehr FlexibilitĂ€t bei der Nutzung lokaler Energiequellen und den Aufbau einer "nationalen Erdgasreserve". (Politik, 24.06.2026 - 15:37) weiterlesen...