Deutschlandfonds, KfW

Deutschlandfonds: KfW soll eine Milliarde Euro für Wohnungsbau mobilisieren

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die KfW soll 100 Millionen Euro beisteuern; private Geldgeber sollen den Fonds ergänzen und Neubauten mit Miet- und Energiestandards finanzieren.
Eine Baustelle für moderne Wohngebäude mit Rohbauten und Baumaterialien bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Die Bundesregierung plant, den Ende 2025 aufgesetzten Deutschlandfonds gemeinsam mit der staatlichen Förderbank KfW für den Wohnungsbau zu nutzen. Über dieses Instrument soll privates Kapital in Höhe von einer Milliarde Euro für den Neubau mobilisiert werden.

Wie Medien am 20. Oktober 2026 berichteten, übernimmt die KfW dabei eine zentrale Rolle als Ankerinvestor und soll 100 Millionen Euro Eigenkapital in den neu geschaffenen Wohnungsbaufonds einbringen. Das restliche Kapital des insgesamt auf 1 Milliarde Euro ausgelegten Fonds soll aus privaten Quellen stammen.

Grundgedanke des Modells ist es, über staatliche Garantien zusätzliche private Investitionen in den Wohnungssektor anzuschieben. Demnach liegt dem Vorhaben ein Konzeptpapier zugrunde, über das der Spiegel berichtete. Der Entwurf sieht ein eigenes Wohnungsbau-Modul innerhalb des Deutschlandfonds vor.

Vorbereitungen für Markttest angelaufen

Bundesbauministerin Verena Hubertz habe die KfW laut den Berichten beauftragt, alle erforderlichen Schritte für das Projekt vorzubereiten. Das Ziel der Initiative bestehe darin, im Rahmen eines Markttests privates Kapital für die Schaffung von bezahlbarem und zugleich klimafreundlichem Wohnraum zu hebeln.

Durch das Engagement der Förderbank als Ankerinvestor soll institutionellen Geldgebern ein Anreiz geboten werden, sich an der Finanzierung von Neubauprojekten zu beteiligen.

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Der Deutschlandfonds soll neben dem klassischen sozialen Wohnungsbau auch Neubauwohnungen finanzieren, für die eine Mietobergrenze gilt. Vorgesehen ist eine Maximalmiete von 15 Euro pro Quadratmeter.

Vorgaben für Energieeffizienz und Klimastandards

An die über den Fonds finanzierten Bauvorhaben werden feste energetische Kriterien geknüpft. Demnach müssen Neubauwohnungen mindestens den Standard EH55-Plus erfüllen, was einem Primärenergiebedarf von maximal 55 Prozent des Energieverbrauchs eines Standardhauses entspricht. Zudem ist vorgeschrieben, dass die Wärmeerzeugung der geförderten Gebäude zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgen muss.

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Mit dem gezielten Einsatz staatlicher Garantien und der Einbindung von 100 Millionen Euro Förderbankkapital setzt die Bundesregierung auf ein Hebelmodell, um die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt anzugehen und gleichzeitig strenge energetische Vorgaben im Wohnungsneubau durchzusetzen.

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