VerbĂ€nde-Umfrage: Mittelstand pessimistisch fĂŒr 2025
04.01.2025 - 09:31:21Streit, Stagnation und StĂŒmperei in der Politik mĂŒssten deswegen endlich aufhören, forderte Ahlhaus. "Deutschland braucht wieder eine handlungsfĂ€hige Regierung, die verlĂ€ssliche und wettbewerbsfĂ€hige Rahmenbedingungen fĂŒr alle Unternehmen schafft." Unter den aktuellen Voraussetzungen rechnet nicht mal jedes dritte Unternehmen mit Wachstum im neuen Jahr, hieĂ es vom Deutschen Mittelstands-Bund (DMB), der jĂ€hrlich einen entsprechenden Index herausgibt. "Der deutsche Mittelstand befindet sich aktuell in einer der schwersten Wirtschaftskrisen der 2000er-Jahre", analysierte Marc S. Tenbieg, der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand des DMB. "Momentan beobachten wir eine toxische Mischung von sich ĂŒberlagernden Wirkungen eines wirtschaftlichen Strukturwandels mit zu viel Planungsunsicherheit, einer daraus resultierenden InvestitionszurĂŒckhaltung und einer langanhaltenden konjunkturellen Delle", so Tenbieg. Hinzu komme aber auch eine psychologische Komponente. Die Verantwortung der Politik wurde in der Umfrage bei allen VerbĂ€nden hervorgehoben - und kritisiert. Zwar werde der Mittelstand in Sonntagsreden stets als RĂŒckgrat der deutschen Wirtschaft gelobt, im politischen Alltag dann aber eine HĂŒrde nach der anderen aufgebaut. "Die Politik der letzten Jahre hat den Mittelstand flĂ€chendeckend ausgebremst", sagte Henning Bergmann, der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Mittelstandsverbundes ZGV. Dem Mittelstand geht es der Umfrage zufolge bei Standortverbesserungen vor allem um vier Themen: weniger BĂŒrokratie, niedrigere Steuern und Abgaben, wettbewerbsfĂ€hige Energiepreise und ein entschlossener Kampf gegen Fach- und ArbeitskrĂ€ftemangel. Wobei das Thema BĂŒrokratie ganz besonders fokussiert wird in den Antworten der VerbĂ€nde bei der "Welt am Sonntag"-Umfrage. "JĂ€hrliche Kosten in Höhe von 65 Milliarden Euro sind fĂŒr die deutsche Wirtschaft nicht mehr zu stemmen", sagte etwa Wolfgang Weber, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI).


