DGUV Vorschrift 4: Nürnberg schreibt Prüfungen für 13.000 Geräte aus
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer kommunale Eigenbetrieb Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) hat am 4. Oktober 2026 eine umfassende Rahmenvereinbarung zur Überprüfung elektrischer Betriebsmittel initiiert.
Im Zentrum des EU-weiten Vergabeverfahrens steht die wiederkehrende Sicherheitsprüfung von schätzungsweise 13.000 ortsveränderlichen Geräten nach den Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 4 Paragraph 5. Die vorgesehene Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate und beinhaltet eine Option zur Verlängerung um maximal weitere 24 Monate.
Umfangreiche Sicherheitsprüfungen nach DGUV-Vorschrift
Die ausgeschriebenen Dienstleistungen dienen dem lückenlosen Nachweis der elektrischen Betriebssicherheit im laufenden Betrieb der Nürnberger Entwässerungs- und Umweltanalytik-Infrastruktur. Das vorgeschriebene Leistungspaket umfasst mehrere aufeinander aufbauende Prüfschritte.
Neben einer eingehenden Sichtprüfung auf äußere Beschädigungen oder Mängel müssen Auftragnehmer messtechnische Kontrollen vornehmen. Dazu gehören explizit die Bestimmung des Schutzleiterwiderstands sowie des Isolationswiderstands.
Ergänzend ist eine messtechnische Funktionsprüfung der Geräte durchzuführen. Nach erfolgreichem Durchlaufen aller Stationen sind die überprüften Einsatzmittel mit neuen Prüfplaketten zu kennzeichnen, um den arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften für den weiteren Betrieb zu genügen.
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Verfahrensdetails und Fristen der Nürnberger Ausschreibung
Die Vergabe erfolgt als offenes Verfahren auf europäischer Ebene nach der Vergabeverordnung für Dienstleistungen. Als Erfüllungsort für die Prüfleistungen ist die Liegenschaft in der Adolf-Braun-Straße 33 in 90429 Nürnberg ausgewiesen.
Interessierte Fachdienstleister müssen ihre Teilnahmeunterlagen und Angebote vollständig elektronisch einreichen. Die Angebotsfrist für das Vorhaben endet am 16. November 2026 um 22:59 Uhr.
Parallele Vergabeverfahren für elektrische Betriebssicherheit in Kommunen
Die Initiative in Nürnberg steht im Einklang mit einer Reihe ähnlicher Ausschreibungen im Bereich des öffentlichen Arbeitsschutzes. Auch andere kommunale Körperschaften vergeben gegenwärtig Aufträge zur vorschriftsmäßigen Prüfung ihrer elektrischen Bestände, um den gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften nachzukommen.
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So hat der Landkreis Oberhavel eine Ausschreibung zur Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte in den dortigen Liegenschaften veröffentlicht. Das Vorhaben ist in vier separate Lose unterteilt; Angebote können bis zum 17. November 2026 eingereicht werden.
An die Bieter stellt der Landkreis spezifische Eignungskriterien: Neben dem Nachweis über das Nichtvorliegen einer Insolvenz oder Liquidation werden mindestens drei Referenzprojekte mit einem Auftragswert von jeweils über 100.000 Euro gefordert. Zudem sind ein Jahresumsatz von mindestens 500.000 Euro sowie eine Zertifizierung nach ISO 9001 nachzuweisen.
Ebenfalls im Bundesland Brandenburg schreibt der Landkreis Elbe-Elster Dienstleistungen zur Überprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel unter dem CPV-Referenzcode 71630000-3 aus. Mit dem Erfüllungsort Herzberg läuft das dortige Verfahren über die Vergabeplattformen ÖffentlicheVergabe.de sowie den Vergabemarktplatz Brandenburg.
Angebote können hierbei bis zum 20. November 2026 abgegeben werden; Angaben zu einem geschätzten Auftragswert wurden in diesem Verfahren nicht veröffentlicht.
