Berlin, Brandenburg

Warnstreik: Kein Betrieb am Hauptstadtflughafen am Mittwoch

16.03.2026 - 17:36:37 | dpa.de

Die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER stellen am Mittwoch den Passagier-Flugbetrieb vollstÀndig ein. Grund ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik bei der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg aufgerufen. - Foto: Christophe Gateau/dpa
Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik bei der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg aufgerufen. - Foto: Christophe Gateau/dpa

Infolge eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb am Mittwoch vollstĂ€ndig ein. «Am Mittwoch, den 18. MĂ€rz 2026, sind keine regulĂ€ren PassagierflĂŒge am Flughafen Berlin Brandenburg möglich», teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mit. Betroffen seien 445 AbflĂŒge und Landungen mit etwa 57.000 Passagieren, 

Die Gewerkschaft Verdi hat fĂŒr den Tag zu einem ganztĂ€gigen Warnstreik am BER aufgerufen. Der Arbeitskampf sei eine «direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfĂ€higes Angebot vorzulegen», teilte Verdi mit.

Wichtige operative Bereiche betroffen

Die FBB rief betroffene FluggĂ€ste dazu auf, sich bei den jeweiligen Fluggesellschaften ĂŒber Umbuchungen und alternative Reisemöglichkeiten zu informieren. 

Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg ĂŒber mehr Geld fĂŒr rund 2.000 BeschĂ€ftigte. Darunter sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Feuerwehr, der Verkehrsleitung oder dem Terminalmanagement. Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gilt deshalb als nicht möglich, auch wenn viele Bereiche wie die Bodenverkehrsdienste oder die Sicherheitskontrollen von Dienstleistern erfĂŒllt werden, die vom Warnstreik nicht betroffen sind. 

Gewerkschaft fordert 6 Prozent mehr

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 6 Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusĂ€tzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusĂ€tzlichen freien Tag fĂŒr Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. 

In der zweiten Runde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorbereitet, das nach Darstellung der Gewerkschaft Entgelterhöhungen von jĂ€hrlich rund 1 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht. «Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch», teilte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Holger RĂ¶ĂŸler mit. Es ist der erste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. 

Die FBB kritisierte den Arbeitskampf als unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, «gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage», wie FBB-Chefin Aletta von Massenbach mitteilte. «Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist bereits fest fĂŒr den 25. MĂ€rz angesetzt. Wir sind zuversichtlich, dass eine Einigung zustande kommt.»

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