Metall-BetriebsrÀte, Investitionen

Metall-BetriebsrÀte verlangen höhere Investitionen

24.04.2025 - 12:09:19

Die BetriebsrÀte in den Branchen der IG Metall verlangen von ihren Unternehmen höhere Investitionen.

In der regelmĂ€ĂŸigen Gewerkschaftsumfrage sieht weniger als ein Drittel (30 Prozent) der Arbeitnehmervertreter, dass in ihrem Betrieb ausreichend investiert wird angesichts der Herausforderungen durch Digitalisierung und klimaneutrale Produktion. Besonders ausgeprĂ€gt sei diese Haltung im Automotive-Bereich, wo gerade mal jeder fĂŒnfte Betriebsrat (20 Prozent) die Investitionen fĂŒr ausreichend hĂ€lt, wie die Gewerkschaft berichtet.

Die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner sieht die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD als Planungsgrundlage fĂŒr die Unternehmen, die nun ins Handeln kommen sollten. Wichtige Punkte seien die Vorhaben zur Senkung der Energiekosten fĂŒr Unternehmen, zur Förderung der ElektromobilitĂ€t und fĂŒr bessere Investitionsbedingungen. Zudem setzt Benner auf das beschlossene Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur.

Die Unternehmen mĂŒssten die Verantwortung fĂŒr zukunftsfeste GeschĂ€ftsmodelle, Investitionen und sichere ArbeitsplĂ€tze ĂŒbernehmen, mahnt die Gewerkschafterin. "Wir sehen den Ernst der Lage. Aber wir sehen auch, dass in zahlreichen Unternehmen Zukunftsstrategien fehlen und notwendige Investitionen nicht getĂ€tigt werden. Nur nach weniger BĂŒrokratie und niedrigeren Arbeitskosten zu rufen, ist weder eine Strategie noch eine Lösung."

Insgesamt haben BetriebsrÀte aus 2.321 Betrieben mit zusammen mehr als einer Million BeschÀftigten an der halbjÀhrlichen Umfrage teilgenommen. 72 Prozent kamen davon aus dem Bereich Metall und Elektro. Dazu sind Handwerk, Stahl und IT-Dienstleistungen vertreten. Die Befragung fand bereits Ende Februar und damit vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen statt.

@ dpa.de