London, Zuwanderungsregeln

London rudert bei schĂ€rferen Zuwanderungsregeln etwas zurĂŒck

21.12.2023 - 20:28:19

Die britische Regierung erhöht das vorgeschriebene Mindestgehalt fĂŒr Menschen, die ihre auslĂ€ndischen Partner ins Land holen wollen, nicht ganz so stark wie zunĂ€chst angekĂŒndigt.

KĂŒnftig sind mindestens 29 000 Pfund (33 400 Euro) nötig, wie das Innenministerium am Donnerstag in London mitteilte. Bisher lag die Schwelle bei 18 600 Pfund Jahresgehalt, was ursprĂŒnglich auf 38 700 Pfund mehr als verdoppelt werden sollte. Das hĂ€tte es nur noch 30 Prozent der Briten erlaubt, auslĂ€ndische Partner zu sich zu holen. Ob die Summe spĂ€ter weiter angehoben wird, war zunĂ€chst unklar.

Das höhere Mindestgehalt fĂŒr den Zuzug von Familienmitgliedern ist eine der Maßnahmen, mit denen die konservative Regierung die Zuwanderung drastisch reduzieren will. Auch auslĂ€ndische Facharbeiter mĂŒssen kĂŒnftig deutlich mehr als bisher verdienen, damit sie in Großbritannien arbeiten dĂŒrfen. Dagegen hatte es scharfe Kritik vor allem aus der Wirtschaft gegeben, aber auch aus Branchen wie Kunst, Kultur und Bildung. Die oppositionellen Liberaldemokraten kritisierten das höhere Gehalt als eine weitere nicht durchdachte Idee der Regierung.

Premierminister Rishi Sunak steht unter erheblichem Druck seines rechten ParteiflĂŒgels, schĂ€rfer gegen Migration vorzugehen. Seit dem Brexit hat die Nettozuwanderung erheblich zugelegt, 2022 auf etwa 750 000 Menschen.

@ dpa.de