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Britische Notenbank hĂ€lt Leitzins stabil - Signale fĂŒr Zinssenkung

09.05.2024 - 13:50:55

Die britische Zentralbank hat eine baldige Zinssenkung signalisiert.

Der Leitzins wurde zunĂ€chst bei 5,25 Prozent belassen, wie die Bank of England am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung in London mitteilte. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung ĂŒberwiegend gerechnet. Damit wurde der Leitzins zum sechsten Mal in Folge nicht verĂ€ndert.

Angesichts der rĂŒcklĂ€ufigen Inflation gab die Notenbank jedoch Signale fĂŒr eine baldige Leitzinssenkung. Seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2022 bei rund elf Prozent ist die Inflation deutlich gefallen. Im MĂ€rz lag sie noch bei 3,2 Prozent.

Sieben Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss stimmten fĂŒr unverĂ€nderte Zinsen. Man wolle mehr Beweise fĂŒr eine gedĂ€mpfte Inflation sehen, bevor man die Zinsen senke. Zwei Mitglieder sprachen sich jedoch fĂŒr eine Zinssenkung aus. Bei der letzten Sitzung war es nur ein Mitglied gewesen.

Aussagen von Notenbankchef Andrew Bailey wurden von Ökonomen als Signal fĂŒr bevorstehende Leitzinssenkungen interpretiert. "Wir haben ermutigende Nachrichten ĂŒber die Inflation, und wir denken, dass sie in den nĂ€chsten Monaten in die NĂ€he unseres Zwei-Prozent-Ziels fallen wird", sagte Bailey laut einer Mitteilung. Man mĂŒsse mehr Beweise dafĂŒr sehen, dass die Inflation niedrig bleibe, bevor man die Zinsen senken könne. "Ich bin optimistisch, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen", sagte Bailey.

Die Notenbank erwartet, dass die Inflation im zweiten Quartal den Zielwert von zwei Prozent erreichen wird. Die WĂ€hrungshĂŒter verweisen auf gesunkene Energiekosten. Man warne jedoch vor "geopolitischen Risiken".

Das britische Pfund gab nach der Entscheidung zu Euro und US-Dollar nach. Die Aktienkurse in London legten zu. Die Renditen von britischen Staatsanleihen wurde nur kurzzeitig belastet.

@ dpa.de