Regierung will Ausschreibung von Nordsee-FlÀchen verschieben
28.01.2026 - 14:08:08Die Bundesregierung will die fĂŒr dieses Jahr geplante Ausschreibung von zwei Nordsee-WindkraftflĂ€chen verschieben. Das Bundeskabinett habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin.Â
Ein stellvertretender Regierungssprecher verwies auf Herausforderungen wie die verspĂ€tete Fertigstellung von Konverterplattformen. Diese werden nahe Windparks errichtet. Die Konverter wandeln Wechselstrom, den die WindrĂ€der erzeugen, fĂŒr den verlustarmen Transport an Land zu Gleichstrom um.Â
Die wiederholte Ausschreibung der FlĂ€chen N-10.1 und N-10.2 in der ausschlieĂlichen Wirtschaftszone war laut Bundesnetzagentur im Juni dieses Jahres vorgesehen. Nach Informationen des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) soll die Ausschreibung auf 2027 verschoben werden.Â
WĂ€hrend der jĂŒngsten Ausschreibung der zwei FlĂ€chen hat kein Unternehmen fĂŒr diese geboten, wie im August vergangenen Jahres bekanntgeworden ist. Laut BranchenverbĂ€nden ist damit erstmals eine Versteigerung von solchen FlĂ€chen auf See in Deutschland fehlgeschlagen.Â
Unmut ĂŒber bestehendes Vergabeverfahren
Der BWO lobt die geplante Verschiebung. «Aus unserer Sicht wĂ€re eine weitere Auktion der beiden FlĂ€chen nach den bisherigen Regeln sehr riskant gewesen», sagte der Leiter der Stabsstelle Politik und Kommunikation des BWO, Hans Sohn.Â
BranchenverbĂ€nde kritisieren schon lĂ€nger das bestehende Ausschreibungsverfahren, weil es sich aus ihrer Sicht zu sehr nach finanziellen Kriterien richtet. Die VerbĂ€nde fordern eine Ăberarbeitung.Â
In der «ErklÀrung von Hamburg», die am Montag auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen worden ist, hat die Bundesregierung sich bereiterklÀrt, auf eine Stabilisierung von Ausschreibungen hinzuarbeiten.


