Geld, Bund

Mehr Geld vom Bund fĂŒr Justiz-Stellen und Digitalisierung

30.07.2025 - 17:09:43

Die Bundesregierung will mit zusÀtzlichem Geld die FunktionsfÀhigkeit der Justiz stÀrken.

"Der Bund wird rund eine halbe Milliarde Euro in den nĂ€chsten vier Jahren fĂŒr die Schaffung zusĂ€tzlicher Stellen in der Justiz und fĂŒr die Digitalisierung der Justiz bereitstellen", teilte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) mit. Das Kabinett stimmte nach ihren Angaben einer Einigung zur Finanzierung des neuen "Pakts fĂŒr den Rechtsstaat" mit den BundeslĂ€ndern zu.

"Ein starker Rechtsstaat muss fĂŒr jede und jeden spĂŒrbar und sichtbar funktionieren - jeden Tag", betonte Hubig. Der erste, 2019 geschlossene Pakt umfasste deutlich weniger Bundesmittel in Höhe von insgesamt 220 Millionen Euro. Der neue Pakt soll Hubig zufolge 2026 starten.

LĂ€nder sprechen von 2.000 Zusatzstellen

Die Vorsitzende der Justizministerkonferenz der LĂ€nder, Sachsens Ressortchefin Constanze Geiert, begrĂŒĂŸte, dass die Bundesregierung grundsĂ€tzlich den Weg fĂŒr eine Neuauflage des Pakts fĂŒr den Rechtsstaat frei gemacht habe. "Es braucht einen engen Schulterschluss zwischen Bund und LĂ€ndern, um die Justiz zu stĂ€rken", erklĂ€rte die CDU-Politikerin.

Ein neuer Pakt sollte daher die Schaffung von rund 2.000 zusĂ€tzlichen Stellen fĂŒr Richterinnen und Richter, StaatsanwĂ€ltinnen und StaatsanwĂ€lte sowie Personal in den GeschĂ€ftsstellen ermöglichen, betonte sie.

Auch der Deutsche Richterbund (DRB) zeigte sich erleichtert. "Die Bundesregierung setzt mit der Anschubfinanzierung von knapp einer halben Milliarde Euro bis 2029 ein Ausrufezeichen hinter ihr Versprechen, die Justiz als RĂŒckgrat des Rechtsstaats zu stĂ€rken", hob DRB-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Sven Rebehn in der "SĂŒddeutschen Zeitung" hervor.

Er verwies darauf, dass allein in der Strafjustiz derzeit rund 2.000 StaatsanwĂ€lte und Richter fehlten. Fast eine Million unerledigte FĂ€lle stapelten sich bei den Ermittlungsbehörden, weshalb Strafverfahren immer lĂ€nger dauern und Ermittler immer öfter FĂ€lle einstellen mĂŒssen.

@ dpa.de