CSU, Bundeswehr-Beschluss

CSU offen fĂŒr Bundeswehr-Beschluss mit altem Bundestag

25.02.2025 - 15:07:20

Die CSU ist offen dafĂŒr, noch mit dem alten Bundestag zusĂ€tzliche Milliarden fĂŒr Verteidigungsausgaben zu mobilisieren - aber nur ĂŒber eine Aufstockung des bestehenden Sondervermögens, nicht ĂŒber eine Reform der Schuldenbremse.

"Eine allgemeine Reform der Schuldenbremse kann nicht vom alten Bundestag entschieden werden. Das, glaube ich, geht nicht", sagte CSU-Chef Markus Söder nach der konstituierenden Sitzung der CSU-Landesgruppe in Berlin.

Man könne aber prĂŒfen, eine Aufstockung des bestehenden Sondervermögens fĂŒr die Bundeswehr zu beschließen. Dies mĂŒssten aber vor allem CDU-Chef Friedrich Merz und der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil klĂ€ren, das sei dafĂŒr die "zentrale Achse", erklĂ€rte Söder. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) habe deutlich gesagt, was sich bei der Bundeswehr verbessern mĂŒsse, auch finanziell, sagte er. Die CSU halte dies fĂŒr "ziemlich zutreffend".

Dobrindt: GesprÀche gibt es bisher nicht

Das Sondervermögen fĂŒr die Bundeswehr wurde im Grundgesetz verankert und dort von der Schuldenbremse ausgenommen. So kann ein Sondervermögen eigene Kredite aufnehmen, theoretisch unbegrenzt. Nötig ist aber auch hier eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Im neu gewĂ€hlten Bundestag haben die sogenannten Parteien der Mitte - also Union, SPD und GrĂŒne - aber keine Zwei-Drittel-Mehrheit mehr, AfD und Linke sind dafĂŒr zu stark. Deshalb kam die Idee auf, das Thema noch vor Konstituierung des neuen Bundestags abzurĂ€umen.

Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte ebenfalls, eine VerĂ€nderung der Schuldenbremse sei in kurzer Zeit nicht machbar - wohl aber eine VerĂ€nderung des Sondervermögens. 100 Milliarden Euro stĂŒnden im Grundgesetz, diese Zahl sei verĂ€nderbar. Er betonte aber: "GesprĂ€che gibt es dazu bisher nicht."

@ dpa.de