Autoindustrie verstÀrkt Kritik an EU-US-Zolldeal
07.08.2025 - 12:39:55"Der Deal zwischen der EU und den USA hat bisher noch keine Klarheit und keine Besserung fĂŒr die deutsche Automobilindustrie gebracht", teilte die PrĂ€sidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard MĂŒller, mit. Es wĂŒrden weiterhin 27,5 Prozent Zoll fĂŒr Pkw beziehungsweise Autoteile gelten.
Dies belaste die deutschen Autobauer und Zulieferer erheblich. "Wichtig ist, dass die zugesagte Einigung nun kommt und die Erleichterungen zeitnah umgesetzt werden", so MĂŒller. DafĂŒr mĂŒssten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung mit Nachdruck einsetzen.
Am Dienstag hatte ein Kommissionsbeamter noch gesagt, er erwarte, dass die Auto-ZollsĂ€tze "sehr bald" angepasst wĂŒrden. Die EU war nach der Grundsatzeinigung zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen vor knapp zwei Wochen eigentlich fest davon ausgegangen, dass die neue 15-Prozent-Obergrenze fĂŒr fast alle Importe bereits am 1. August in Kraft tritt.
In diesem Zuge wurde insbesondere auch erwartet, dass die aktuellen Sonderzölle auf Autos und Autoteile in Höhe von 27,5 Prozent auf diesen Satz abgesenkt werden. In einer vergangenen Woche vom US-PrĂ€sidenten unterzeichneten AusfĂŒhrungsverordnung ist das allerdings kein Thema.

