Zugverkehr

Zahl der Zugausfälle im Fernverkehr stark gestiegen

05.06.2026 - 16:43:42 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Deutsche Bahn streicht im Fernverkehr deutlich mehr Züge als noch im Vorjahr.

Zahl der Zugausfälle im Fernverkehr stark gestiegen
Zugverkehr - Zug bei der Deutschen Bahn (Archiv) 05.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus internen Daten des Staatskonzerns hervor, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Demnach sind von Januar bis Mai im Schnitt 107 Fernzüge pro Tag von Ausfällen betroffen gewesen. Das entspricht bei durchschnittlich 973 Fahrten pro Tag knapp elf Prozent aller ICEs und ICs. Zum Vergleich: In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 waren lediglich 57 Verbindungen pro Tag betroffen.

Die Statistik beinhaltet neben Totalausfällen - also Zügen, die gar nicht erst abfahren - auch Teilausfälle - also Fahrten, die vorzeitig enden - und Züge, die mit weniger Zugteilen unterwegs sind als geplant. In der DB-internen Definition heißt es: "Anzahl der Zugfahrten, die ohne vollständigen oder gleichwertigen Ersatz ganz oder auf Teilstrecken außerhalb von Ballungsräumen ausgefallen sind oder denen ein geplanter ICE-Zugteil fehlte." Wenn einem ICE zuerst ein Zugteil fehlt und er anschließend komplett ausfällt, wird die Verbindung nur einmal gezählt.

Obwohl die Daten aus einem DB-eigenen System stammen, will der Konzern diese auf Anfrage nicht bestätigen. Sie berücksichtigten nicht, "ob eine Ersatzfahrt mit einer anderen Baureihe stattgefunden hat", teilte ein Sprecher mit. Fakt ist, dass die Bahn selbst offenbar mit zwei verschiedenen Zahlen operiert. Jene, auf die sich der Konzern nun beruft, sind etwas niedriger als jene, die die internen Systeme ausweisen. Demnach liege die Zahl der komplett oder teilweise ausgefallenen Züge inklusive fehlender Zugteile nicht bei durchschnittlich 107 pro Tag, sondern bei knapp 81 pro Tag. 4,2 Prozent der Züge seien demnach von Januar bis Mai teilweise und 3,4 Prozent komplett ausgefallen; 2025 lagen die Totalausfälle im Vergleichszeitraum noch bei 1,3 Prozent. Egal, welche Zahlen man heranzieht, sie liegen deutlich über jenen des Vorjahres.

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