Bahn, ZugausfÀllen

Bahn warnt vor mehr ZugausfÀllen bei Stundenreduktion

25.01.2024 - 10:32:25

Die Deutsche Bahn warnt vor noch mehr ZugausfÀllen, wenn sie auf die GDL-Forderung einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich eingehen sollte.

"Wenn wir das eins zu eins so umsetzen wĂŒrden, was ja eine Maximalforderung der Gewerkschaft ist, dann wĂŒrden uns auf einen Schlag LokfĂŒhrer fehlen", sagte Konzernsprecherin Anja Bröker am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. "Wir mĂŒssten mindestens zehn Prozent mehr LokfĂŒhrer finden. Auf diesem Arbeitsmarkt ist das sehr schwer und zur Folge hĂ€tte das, dass noch mehr ZĂŒge ausfallen wĂŒrden", fĂŒgte sie hinzu.

"Ich glaube, das will auch niemand unserer FahrgĂ€ste haben und es ist auch ganz schlecht fĂŒr die Verkehrswende, denn wir wollen ja, dass mehr Menschen Zug fahren." Die Deutsche Bahn hat laut Bröker kein VerstĂ€ndnis fĂŒr den Streik der GDL. "Er ist eine Zumutung fĂŒr unsere FahrgĂ€ste, eine Zumutung aber auch fĂŒr die Wirtschaft." Aus Sicht der Bahn hĂ€tte der Streik verhindert werden können. "Wir waren bis zum Schluss verhandlungsbereit, haben signalisiert, dass wir an jedem Ort, zu jeder Zeit in GesprĂ€che gehen können, aber die GDL verweigert sich und eskaliert die Lage", so Sprecherin Bröker. Die GDL solle auf die Bahn zukommen. "Denn so wie sie es jetzt macht, mit dem Kopf durch die Wand und Maximalforderungen sich erstreiken, so funktioniert das nicht. Wir haben in Deutschland die Tradition, dass man in einer Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern, dass man zu Kompromissen findet." Diese Kompromisse könne man nicht erstreiken, die mĂŒsse man am Verhandlungstisch erzielen, sagte Bröker.

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