Deutsche Industrie erhÀlt weniger AuftrÀge
07.05.2024 - 09:35:26Von Februar auf MĂ€rz gingen 0,4 Prozent weniger Bestellungen ein, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden bekannt gab. Analysten hatten dagegen einen Zuwachs von im Schnitt 0,4 Prozent erwartet.
DarĂŒber hinaus fiel die Entwicklung im Vormonat schlechter aus als bisher bekannt: Anstatt eines Auftragsanstiegs um 0,2 Prozent ergibt sich nach neuen Zahlen ein RĂŒckgang um 0,8 Prozent. Im gesamten ersten Quartal fiel die Entwicklung mit einem AuftragsrĂŒckgang um 4,3 Prozent schwach aus.
Im MĂ€rz wurde die Entwicklung durch GroĂauftrĂ€ge gestĂŒtzt. Ohne diese GröĂe lag das Auftragsplus nur knapp ĂŒber Stagnation. Auch nach GĂŒtergruppen fiel der Trend durchwachsen aus: WĂ€hrend 0,7 Prozent mehr KonsumgĂŒter bestellt wurden, gingen die Orders fĂŒr Investitions- und VorleistungsgĂŒter um jeweils 0,4 Prozent zurĂŒck.
Aus dem Ausland kamen 2,0 Prozent mehr AuftrĂ€ge als im Vormonat, die Inlandsbestellungen sanken dagegen um 3,6 Prozent. "Auf Basis der heutigen Daten dĂŒrfte auch die Industrieproduktion im MĂ€rz gesunken sein", kommentierte Johannes Mayr, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz. Die Daten werden am Mittwoch erwartet.
Die gegenwĂ€rtige Konjunkturlage in Deutschland wird oft als Entwicklung in zwei Geschwindigkeiten beschrieben: Der Dienstleistungssektor entwickelt sich relativ gut, wĂ€hrend die Industrie seit lĂ€ngerem unter vielen Belastungen leidet. Dazu zĂ€hlen die immer noch erhöhten Energie- und Rohstoffpreise sowie die unstete Auslandsnachfrage. Zahlen vom AuĂenhandel zeigten am Morgen, dass das GeschĂ€ft der deutschen Exporteure im MĂ€rz zwar anzog, im ersten Quartal aber rĂŒcklĂ€ufig war.

