Deutsche Produktion im MĂ€rz schwach - Zuwachs im ersten Quartal
08.05.2024 - 09:07:19Im MĂ€rz fiel die Gesamtproduktion gegenĂŒber Februar um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 0,7 Prozent gerechnet.
Im ersten Quartal erhöhte sich die Gesamtherstellung dagegen um 1,0 Prozent, obwohl die Entwicklung im Februar etwas schwĂ€cher ausfiel als bisher bekannt. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums legte die Warenherstellung der Industrie von Januar bis MĂ€rz um 0,7 Prozent zu. Im Baugewerbe sei ein deutlicher Zuwachs von 3,9 Prozent zu verzeichnen gewesen, der allerdings auch auf die milde Witterung zurĂŒckzufĂŒhren sei.
Das Ministerium rechnet mit Verweis auf FrĂŒhindikatoren mit einer weiteren Erholung der Industrie im Jahresverlauf. ZurĂŒckhaltender gaben sich die Analysten von Capital Economics: "Wir gehen davon aus, dass die Industrieproduktion im Laufe des Jahres noch etwas steigen wird, im Vergleich zu frĂŒher aber gedĂ€mpft bleiben wird", heiĂt es in einem Kommentar. Ăhnlich Ă€uĂerte sich ING-Chefökonom Carsten Brzeski: "Die deutsche Industrie ist immer noch weit entfernt von einer substanziellen Erholung."
Nach einer ĂŒberwiegend soliden Entwicklung im Januar und Februar zeigten sich im MĂ€rz einige Schwachstellen. So ging die Produktion von Konsum- und VorleistungsgĂŒtern jeweils zurĂŒck, wĂ€hrend die Herstellung von InvestitionsgĂŒtern nahezu stagnierte. Der EnergieausstoĂ sank deutlich, was aber auch mit der Witterung erklĂ€rt werden kann. Allein das Baugewerbe ĂŒberzeugte mit einem deutlichen Zuwachs.
Die deutsche Industrie leidet seit LĂ€ngerem unter zahlreichen Belastungen. Dazu zĂ€hlen die zeitweise extrem hohen und immer noch erhöhten Rohstoff- und Energiepreise sowie die unstete Nachfrage aus dem Ausland. Am Dienstag waren Zahlen vom AuĂenhandel fĂŒr das erste Quartal schwach ausgefallen. Ăhnliches gilt fĂŒr Auftragsdaten aus der Industrie, die ebenfalls am Dienstag veröffentlicht wurden.

