BDI-PrĂ€sident will mehr Freiheit fĂŒr Unternehmen
15.10.2024 - 13:19:34Wenn die Firmen im internationalen Wettbewerb bestehen und gleichzeitig die Umstellung zu mehr Klimaschutz schaffen sollten, dann brauche es "Ermöglichung, Beschleunigung, Aufgeschlossenheit fĂŒr Technologie, Chancenorientierung fĂŒr Innovation und endlich ein Anerkenntnis von unternehmerischer Freiheit, Verantwortung, KreativitĂ€t", sagte BDI-PrĂ€sident Siegfried Russwurm in Berlin. "Uns fĂ€llt schon was ein, wenn man uns lĂ€sst."
Der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) warnte beim Klimakongress der Branche davor, beim Umstieg auf eine klimafreundlichere Wirtschaft die WettbewerbsfÀhigkeit zu vernachlÀssigen. Die Unternehmen wollten KlimaneutralitÀt erreichen - aber das werde nur funktionieren, wenn sie gesund und weltweit konkurrenzfÀhig seien. Aktuell werde die Branche durch komplexe Vorschriften und eine starke technologische Einengung eher behindert.
"Wir mĂŒssen klimaneutral werden und wettbewerbsfĂ€hig bleiben. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel", betonte Russwurm. Aktuell aber litten die Unternehmen unter strukturellen StandortschwĂ€chen. Es gebe ausufernde Kosten, BĂŒrokratie, Detailregulierung und einen enormen Modernisierungsstau bei Infrastruktur und digitaler Verwaltung. Zusammen mit dem FachkrĂ€ftemangel sei das ein gefĂ€hrlicher Mix. KlimaneutralitĂ€t zu erreichen, indem die Industrien abwanderten, könne keine Lösung sein, warnte Russwurm.
Die Politik mĂŒsse mutig gegensteuern - auch weil andere Industrienationen wie China und die USA nicht den gleichen Weg einschlĂŒgen. "Der Rest der Welt folgt uns nicht", betonte der IndustrieprĂ€sident. "Nicht in vergleichbarer Ambition, nicht auf vergleichbarem Weg und nicht mit vergleichbaren Fristen."

