VDMA: Chinas subventionierte Maschinenbauer machen Druck
15.07.2024 - 09:48:33"Die chinesische Maschinenbauindustrie befindet sich derzeit in einer neuen Welle des 'Going Global', die sich durch qualitativ hochwertigere und technologisch fortgeschrittene Produkte zu einem vergleichsweise niedrigen Preis auszeichnet", beschreibt der PrĂ€sident des Branchenverbands VDMA, Karl Haeusgen. Die schwĂ€chelnde Binnennachfrage in China sei ein zusĂ€tzlicher Treiber fĂŒr eine neue Welle der Internationalisierung.
In der Folge sĂ€hen sich bei einer Verbands-Umfrage 61 Prozent der teilnehmenden VDMA- Unternehmen in fĂŒnf Jahren in einer nur durchschnittlichen oder schlechten Wettbewerbssituation. Aktuell liege der Wert bei 37 Prozent der Firmen. Die Mehrheit der befragten Firmen beklage direkte und indirekte Subventionen, die der chinesischen Konkurrenz Vorteile auf DrittmĂ€rkten verschaffen.
VDMA-PrĂ€sident Haeusgen verweist auf die Bedeutung Chinas als Exportmarkt und Investitionsstandort fĂŒr die deutschen Maschinenbauer. Diese mĂŒssten die eigenen StĂ€rken fördern und ihre TechnologiefĂŒhrerschaft behaupten. Auf europĂ€ischer Ebene sollten Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren angestoĂen werden. Die EuropĂ€ische Politik mĂŒsse den Binnenmarkt vor Wettbewerbsverzerrungen schĂŒtzen mit MaĂnahmen, die im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO stehen.

