Weniger AuftrÀge: US-Zölle treffen Maschinenbau
01.10.2025 - 10:00:10Die deutschen Maschinenbauer haben inmitten des Zollstreits mit den USA deutlich weniger AuftrĂ€ge erhalten. Im August schrumpfte der Auftragseingang preisbereinigt um sieben Prozent, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Dabei sanken die Order aus dem Inland um fĂŒnf Prozent zum Vorjahresmonat und die Auslandsbestellungen um acht Prozent.Â
WĂ€hrend die Bestellungen aus den LĂ€ndern des Euroraums krĂ€ftig um 12 Prozent zulegten, liefen die GeschĂ€fte mit dem Nicht-Euro-Ausland schlechter. Dort verzeichnete der VDMA einen Einbruch um 15 Prozent. «Hier dĂŒrfte auch die unberechenbare Zollpolitik der USA zu einer spĂŒrbaren ZurĂŒckhaltung bei den Bestellungen gefĂŒhrt haben», sagt Chefvolkswirt Johannes Gernandt.Â
Hohe Zölle auf Metallanteil von MaschinenÂ
Der Maschinen- und Anlagenbau zĂ€hlt zu den deutschen SchlĂŒsselindustrien und beschĂ€ftigt dem VDMA zufolge rund 1,2 Millionen Menschen hierzulande. Die exportorientierte Branche, in der sowohl MittelstĂ€ndler als auch Konzerne wie Siemens vertreten sind, bekommt den Zollstreit mit den USA zu spĂŒren.Â
FĂŒr dieses Jahr hat der VDMA bereits seine Prognose gesenkt und erwartet einen preisbereinigten ProduktionsrĂŒckgang um fĂŒnf Prozent. 2026 soll die Herstellung dann wieder leicht um ein Prozent zulegen.Â
Zwar ist im Handelsabkommen zwischen EU und USA fĂŒr die meisten Importe ein Zollsatz von 15 Prozent vorgesehen. Doch die Trump-Regierung erhebe fĂŒr immer mehr Produkte die weit höheren Stahl- und Aluminiumzölle von 50 Prozent, hatte der VDMA im August beklagt. Schon 30 Prozent der US-Maschinenimporte aus der EU unterlĂ€gen einem Zoll von 50 Prozent auf den Metallanteil des Produkts, darunter Motoren, Pumpen, Industrieroboter sowie Land- und Baumaschinen.


