Bundesbank: Deutsche Wirtschaft kÀmpft weiter mit Gegenwind
20.08.2024 - 12:05:12Die erwartete, langsame Belebung der Konjunktur werde sich weiter hinauszögern, heiĂt es in dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank. Unter anderem wegen enttĂ€uschender Exporte gehen die Experten der Notenbank davon aus, dass die Wirtschaftsleistung nur leicht steigen wird.
Die Bundesbank rechnet damit weiter mit einer Konjunkturflaute, erwartet aber keinen breit angelegten und lĂ€nger anhaltenden RĂŒckgang der Wirtschaftsleistung. Allerdings gelte diese Prognose nur, "solange keine neuen negativen Schocks auftreten", heiĂt es im Monatsbericht. Als StĂŒtze fĂŒr die Konjunktur dĂŒrften sich die privaten Konsumausgaben und der Bereich Dienstleistungen erweisen.
Die Bundesbank-Experten machten aber auch deutlich, dass sich die Konsumenten "nach wie vor verunsichert" zeigen. Dies habe zur Folge, dass die krĂ€ftigen Lohnsteigerungen weiterhin nicht fĂŒr eine schwungvolle Belebung der Konsumausgaben sorgen.
Auch in den kommenden Monaten werde hingegen die Industrie die allgemeine Wirtschaftsentwicklung belasten. "Insgesamt dĂŒrfte die deutsche Industriekonjunktur auch im dritten Quartal schwach bleiben", schreiben die Experten der Bundesbank. Immerhin habe aber der jĂŒngste Anstieg beim Auftragseingang einen "Hoffnungsschimmer" geliefert.
Trotz der vergleichsweise schwachen Konjunktur rechnet die Bundesbank nicht mit einem deutlichen RĂŒckgang der Inflation. Vielmehr komme der RĂŒckgang der Inflationsraten in den IndustrielĂ€ndern weiterhin nur langsam voran. "Eine RĂŒckkehr zu den PreisstabilitĂ€tszielen zeichnet sich fĂŒr die nĂ€here Zukunft noch nicht ab", heiĂt es. Insbesondere bei arbeitsintensiven Dienstleistungen bleibe der Preisauftrieb, auch wegen des "lebhaften Lohnwachstums, hartnĂ€ckig hoch".

