Brauer erwarten WM-Bierabsatz trotz ausbleibender Fanmeilen
Veröffentlicht am: 30.05.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deVieles spreche dafĂŒr, dass sich der Bierkonsum wĂ€hrend der WM stĂ€rker auf BiergĂ€rten, GaststĂ€tten, Kneipen, Gartenfeste und das private Umfeld verlagern werde und weniger auf groĂe zentrale Fanmeilen, ergĂ€nzte Eichele. FĂŒr die deutsche Brauwirtschaft bleibe die FuĂball-WM dennoch ein wichtiges Ereignis mit zusĂ€tzlichem Konsumpotenzial.
Eichele erklĂ€rte mit Blick auf die letzten Turniere aber auch, dass sportliche GroĂereignisse lĂ€ngst kein SelbstlĂ€ufer mehr seien. "Selbst die Heim-EM 2024 konnte nur begrenzte wirtschaftliche Impulse setzen", sagte er. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld bleibe entscheidend. "Hohe Kostenbelastungen und die weiterhin verhaltene Konsumstimmung bremsen die Absatzchancen vieler Brauereien."
Die WM 2006 schrieb nicht nur das "SommermĂ€rchen", sie machte gleichzeitig das Public-Viewing zum MassenphĂ€nomen. Allein die Fanmeile in Berlin vor dem Brandenburger Tor zog mehrere Millionen Menschen an. Der Bierabsatz stieg damals im Vergleich zum Vorjahr um 140 Millionen Liter. Die FuĂball-WM 2014 verzeichnete gar ein Plus von mindestens zwei Millionen Hektolitern. Vor zwei Jahren allerdings dĂ€mpften das Wetter und die Weltpolitik die Trinkfreude wĂ€hrend der FuĂball-EM deutlich. Der Absatz blieb weit hinter den Erwartungen zurĂŒck, die Branche sprach von einem Flop.
Auch in diesem Jahr werde der wirtschaftliche Effekt "stark vom sportlichen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft sowie von sommerlichem Wetter abhĂ€ngen", sagte Eichele. Die Brauwirtschaft begrĂŒĂe deshalb die Entscheidung der Bundesregierung, die Regeln fĂŒrs Public Viewing befristet zu erleichtern. "Die Ausnahmen beim LĂ€rmschutz schaffen mehr Planungssicherheit fĂŒr Gastronomie, Veranstalter und Brauereien und ermöglichen gemeinsames FuĂballschauen auch bei spĂ€teren AnstoĂzeiten."
Die FuĂball-WM 2026 findet in Mexiko, Kanada und den USA statt. Je nach Zeitzone liegen die Austragungsorte sechs bis neun Stunden hinter deutscher Zeit zurĂŒck. Hierzulande ist es also oft bereits spĂ€t, wenn in Toronto (minus 6 Stunden), Mexiko-Stadt (minus 8) oder Los Angeles (minus 9) angepfiffen wird.
