Gas, Verbraucher

Gas fĂŒr Verbraucher 80 Prozent teurer als vor Ukraine-Krieg

31.03.2025 - 09:34:42 | dpa.de

Die Energiepreise steigen zwar nur noch leicht – bleiben aber auf sehr hohem Niveau. Wer wie viel zahlt und welche Rolle die Steuerlast spielt.

  • Gas hat sich seit dem Ukraine-Krieg stark verteuert (Archivbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa
    Gas hat sich seit dem Ukraine-Krieg stark verteuert (Archivbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa
  • Die Preise haben auch mit der hohen Steuerlast zu tun (Archivbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa
    Die Preise haben auch mit der hohen Steuerlast zu tun (Archivbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Strom hat sich fĂŒr Verbraucher mittelfristig ebenfalls stark verteuert (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Strom hat sich fĂŒr Verbraucher mittelfristig ebenfalls stark verteuert (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Gas hat sich seit dem Ukraine-Krieg stark verteuert (Archivbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa Die Preise haben auch mit der hohen Steuerlast zu tun (Archivbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa Strom hat sich fĂŒr Verbraucher mittelfristig ebenfalls stark verteuert (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Energiepreise fĂŒr Verbraucher steigen nur noch moderat – doch gemessen am Niveau vor dem Ukraine-Krieg sind die PreissprĂŒnge immens. Im zweiten Halbjahr 2024 zahlten private Haushalte in Deutschland im Schnitt 12,28 Cent je Kilowattstunde Erdgas, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 3,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2024 und 7,6 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2023.

Gemessen am zweiten Halbjahr 2021, dem Vergleichszeitraum vor dem russischen Angriff auf die Ukraine und der folgenden Energiekrise, lagen die Gaspreise fĂŒr private Haushalte damit um fast 80 Prozent (79,8 Prozent) höher, so die Statistiker.

Weniger drastisch fĂ€llt der Vergleich bei Strom aus. Eine Kilowattstunde kostete Verbraucher im zweiten Halbjahr 2024 im Schnitt 41,2 Cent. Das waren 0,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2024 und 1,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. GegenĂŒber dem Zeitraum vor dem russischen Angriff auf die Ukraine steht ein Plus von gut einem Viertel (+25,3 Prozent). 

Steuern und GebĂŒhren treiben Preise

Zum Anstieg der Energiepreise trugen höhere Steuern und GebĂŒhren bei. So sorgten die ab April 2024 wieder zum normalen Steuersatz zurĂŒckgekehrte Umsatzsteuer und die ab Juli erhöhte Gasspeicherumlage fĂŒr einen Preisanstieg, erklĂ€rten die Statistiker. Die Steuerbelastung fĂŒr private Erdgaskunden wuchs gegenĂŒber dem ersten Halbjahr 2024 damit um gut ein Drittel.

Private Stromkunden zahlten fĂŒr Energie und Vertrieb im zweiten Halbjahr 2024 im Schnitt 2,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2024. Allerdings fĂŒhrten höhere Netzentgelte zu dem etwas gestiegenen Gesamtpreis fĂŒr Strom.

Union und SPD haben sich in ihren SondierungsgesprĂ€chen auf Entlastungen beim Strompreis fĂŒr Unternehmen und Verbraucher geeinigt. So sollen Stromsteuer und Netzentgelte deutlich sinken. 

Firmen und Behörden zahlen deutlich weniger 

Unternehmen oder Behörden kamen im Durchschnitt gĂŒnstiger weg als private Haushalte, zeigt die Statistik. Sie zahlten im zweiten Halbjahr 2024 fĂŒr Erdgas ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfĂ€hige Steuern durchschnittlich 6,35 Cent je Kilowattstunde. FĂŒr Strom zahlten sie zuletzt im Mittel 20,55 Cent je Kilowattstunde ohne die Steuern. Das entspricht in beiden FĂ€llen etwa der HĂ€lfte des Preisniveaus fĂŒr private Verbraucher.

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