Bundesbank-PrÀsident, EU-Behörde

Bundesbank-PrÀsident: Neue EU-Behörde bestÀtigt Frankfurts Anspruch

23.02.2024 - 12:56:34

Die Entscheidung fĂŒr Frankfurt als Sitz der neuen EU-Anti-GeldwĂ€schebehörde wertet Deutschlands fĂŒhrenden Finanzplatz nach Ansicht von Bundesbank-PrĂ€sident Joachim Nagel weiter auf.

Er habe sich sehr gefreut, dass Frankfurt den Zuschlag bekommen habe, sagte Nagel am Freitag in Frankfurt. "Das etabliert nochmal den Anspruch, den Frankfurt als europĂ€ischer Finanzplatz hat." Hessens grĂ¶ĂŸte Stadt könne "jetzt mit Fug und Recht sagen: Sie ist die Hauptstadt des Euros", sagte Nagel.

Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten am Donnerstagabend mehrheitlich fĂŒr Frankfurt als Sitz der Anti-Money Laundering Authority (AMLA) gestimmt. Die Bewerbung Deutschlands setzte sich mit der kleinstmöglichen Mehrheit gegen acht europĂ€ische HauptstĂ€dte durch. Die Bundesrepublik, Hessen und die Stadt Frankfurt wollen nach frĂŒheren Angaben mindestens zehn Millionen Euro fĂŒr die Ansiedlung zur VerfĂŒgung stellen.

In Frankfurt hat bereits die EuropĂ€ische Zentralbank ihren Sitz, die seit November 2014 neben der Geldpolitik auch ĂŒber die grĂ¶ĂŸten Banken des Euroraums wacht. Als weitere Aufsichtsbehörde ist die europĂ€ische Versicherungsaufsicht EIOPA in der Stadt angesiedelt. Außerdem haben weitere wichtige internationale Gremien ihren Sitz in Frankfurt: Der Risikorat ESRB (European Systemic Risk Board), der ein Auge auf die StabilitĂ€t des Finanzsystems hat, sowie seit 2022 das International Sustainability Standards Board (ISSB), das weltweite Standards fĂŒr klimabezogene Finanzberichterstattung setzen soll.

@ dpa.de