Erdbeerernte, Vorjahr

Erdbeerernte voraussichtlich gut ein Viertel geringer als im Vorjahr

19.07.2024 - 08:23:19

Die Erdbeerernte in Deutschland wird im Jahr 2024 voraussichtlich noch geringer ausfallen als im bereits sehr schlechten Erntejahr 2023.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte, erwarten die landwirtschaftlichen Betriebe eine Ernte von rund 70.000 Tonnen Erdbeeren im Freiland. Das wĂ€re die niedrigste Erntemenge seit 1995 (68.800 Tonnen). Die aktuell geschĂ€tzte Erdbeerernte im Freiland liegt damit 24 Prozent unter der bereits geringen Erdbeerernte des Jahres 2023 von 92.700 Tonnen und 34 Prozent unter der durchschnittlichen Erntemenge im Freiland der Jahre 2018 bis 2023 von 106.600 Tonnen. Eine Ursache fĂŒr diese Entwicklung ist die weitere Abnahme der ertragsfĂ€higen AnbauflĂ€chen fĂŒr Freiland-Erdbeeren um 13 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr auf rund 8.100 Hektar.

Nach einem kontinuierlichen Anstieg der ertragsfĂ€higen ErdbeerflĂ€chen auf fast das Dreifache seit Anfang der 1990er-Jahre und einem Höhepunkt im Jahr 2013 mit 15.100 Hektar ist dies ebenfalls der niedrigste Wert seit 1995. Zudem kam es in einigen Regionen zu ErnteausfĂ€llen aufgrund von starken und teils lang anhaltenden RegenfĂ€llen. Regional wird die grĂ¶ĂŸte Erntemenge von Erdbeeren im Freiland mit 22.200 Tonnen in Niedersachsen erwartet, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 13.600 Tonnen und Baden-WĂŒrttemberg mit 9.000 Tonnen. Die deutsche Spargelernte wird im Jahr 2024 auf 105.200 Tonnen geschĂ€tzt, das sind sechs Prozent weniger als im Erntejahr 2023 und wĂ€re die niedrigste Erntemenge seit 2013. Im Vergleich zum sechsjĂ€hrigen Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2023 von 120.400 Tonnen wird die Ernte voraussichtlich um 13 Prozent geringer ausfallen. Die ertragsfĂ€hige AnbauflĂ€che von Spargel im Freiland sank nach der ersten SchĂ€tzung gegenĂŒber 2023 um vier Prozent auf 19.600 Hektar. EinschrĂ€nkend auf die in diesem Jahr sehr frĂŒh startende Ernte wirkten vielfach hohe NiederschlĂ€ge und SpĂ€tfröste. Zudem fĂŒhrten steigende Betriebskosten, die Inflation und damit verbunden eine sinkende Nachfrage dazu, dass viele Betriebe - wie auch bei den Erdbeeren - ihre ProduktionsflĂ€chen verringert haben. Mit 21.700 Tonnen wurde der meiste Spargel in Niedersachsen gestochen, gefolgt von Brandenburg mit 20.100 Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 18.800 Tonnen, so das Bundesamt.

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