Stoltenberg: US-Hilfe kommt fĂŒr Ukraine nicht zu spĂ€t
21.04.2024 - 22:26:36 | dpa.deDie Verzögerung habe aber reale Folgen fĂŒr die Ukraine gehabt, sagte Stoltenberg am Sonntag dem US-Sender MSNBC. "Die Ukrainer sind jetzt seit Monaten waffentechnisch unterlegen (...) Die Russen hatten viel mehr Munition und die Ukrainer waren gezwungen, ihre Munition zu rationieren", sagte Stoltenberg. "Aber es ist noch nicht zu spĂ€t. Die Ukrainer haben bei der Verteidigung ihres Landes enorme FĂ€higkeiten bewiesen."
Das US-ReprĂ€sentantenhaus hatte am Samstag nach monatelanger Blockade mit ĂŒberparteilicher Mehrheit ein Hilfspaket von 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) gebilligt, das dringend benötigte Waffenlieferungen zur Verteidigung gegen Russland enthĂ€lt. Die nötige Zustimmung des Senats gilt als sicher - mit ihr wird Mitte der Woche gerechnet. Im Anschluss muss Biden das Gesetz unterschreiben.
Stoltenberg betonte, dass weiterhin keine Nato-KampfprĂ€senz in der Ukraine geplant sei. Die Nato-Partner hĂ€tten aber das Recht, der Ukraine zu helfen. Das mache die Nato nicht zu einer Konfliktpartei. "Aber natĂŒrlich haben mehrere Nato-BĂŒndnispartner MĂ€nner und Frauen in Uniform, die in den Botschaften RatschlĂ€ge erteilen", sagte Stoltenberg auf die Frage nach einem Bericht ĂŒber die Entsendung zusĂ€tzlicher US-MilitĂ€rberater. Das Portal "Politico" hatte zuvor geschrieben, dass die USA erwĂ€gen, weitere Berater an ihre Botschaft in Kiew zu schicken. Diese wĂŒrden nicht an Kampfhandlungen teilnehmen, sondern die ukrainische Regierung und das ukrainische MilitĂ€r beraten und unterstĂŒtzen, hieĂ es.
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