Regelung, Russland-Sanktionen

EU beschließt neue Regelung fĂŒr Russland-Sanktionen

08.10.2024 - 15:37:53 | dpa.de

Die EU hat zur Abwehr von russischen Destabilisierungsversuchen eine zusÀtzliche Sanktionsregelung beschlossen.

Der neue Rechtsrahmen soll es ermöglichen, Strafmaßnahmen gegen Personen und Organisationen zu erlassen, die fĂŒr die Einflussnahme auf Wahlen, Cyberangriffe und Sabotageakte verantwortlich sind.

Zudem wird konkret auch die Instrumentalisierung von Migranten genannt. So wurde Russland zuletzt vorgeworfen, Schutzsuchende aus anderen LĂ€ndern gezielt nach Finnland zu schleusen.

Im nĂ€chsten Schritt sollen nun SanktionsbeschlĂŒsse gegen konkrete Personen und Organisationen ergehen. Dies werde in KĂŒrze geschehen, hieß es in BrĂŒssel von Diplomaten. Von den Betroffenen mĂŒssen dann in der EU vorhandene Vermögenswerte eingefroren werden. Personen dĂŒrfen zudem nicht mehr in die EU einreisen.

Weitreichende Wirtschaftssanktionen gibt es schon

Als einen Hintergrund der russischen Destabilisierungsversuche sehen die EU-Staaten die starke europĂ€ische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine. Unter anderem deswegen versuche Moskau, die EU und ihre Mitgliedstaaten zu schwĂ€chen, erklĂ€rte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. "Dies wird jedoch nicht gelingen", fĂŒgte er hinzu. Die UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine werde so lange wie nötig geleistet werden.

Die neue, bei einem Ministertreffen in Luxemburg beschlossene Sanktionsregelung ergÀnzt eine ganze Reihe bereits bestehender Rechtsrahmen, mit denen die EU auf Russlands aktuelle Politik reagiert.

Bereits seit lĂ€ngerem gibt es etwa weitreichende Wirtschaftssanktionen wie Einfuhrverbote fĂŒr Rohöl, Kohle, Stahl, Gold und LuxusgĂŒter sowie Strafmaßnahmen gegen Banken und Finanzinstitute. Zuletzt wurde im Mai nach dem Tod des Kremlkritikers Alexej Nawalny ein neuer Rechtsrahmen zur Sanktionierung schwerer Menschenrechtsverletzungen in Russland beschlossen.

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